Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Therapie

Stand: 17. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) macht eine Therapie nicht unbedingt erforderlich, da ein zu niedriger Blutdruck an sich nicht gefährlich ist. Eine Behandlung sollte also nicht nur darauf abzielen, den durch Messung ermittelten Blutdruck zu erhöhen; sie ist nur dann notwendig, wenn wirklich Beschwerden auftreten. Grundsätzlich ist ein niedriger Blutdruck sowohl mit allgemeinen Maßnahmen als auch medikamentös behandelbar. Dabei ist es in jedem Fall ratsam, den allgemeinen Maßnahmen der Vorzug zu geben. Erst wenn sich die Beschwerden dadurch nicht bessern, sind Medikamente zur Therapie zu erwägen.

Zu niedriger Blutdruck – was tun?

Wenn bei Ihnen ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) Beschwerden auslöst, ist zur Therapie vieles hilfreich, was Sie selbst tun können. Diese allgemeinen Maßnahmen zielen darauf ab, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu stabilisieren und das Versacken einer größeren Blutmenge in die untere Körperhälfte zu vermeiden. Die Allgemeinmaßnahmen gegen Hypotonie dienen also nicht nur allein dazu, bereits bestehende niedrige Blutdruckwerte zu behandeln, sondern sollen auch einem plötzlichen Blutdruckabfall vorbeugen. Was sinnvoll ist, um etwas gegen zu niedrigen Blutdruck zu tun, ist zum Beispiel:

  • Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt; schließen Sie immer mit kaltem Wasser ab)
  • Bürstenmassagen (zum Herzen hin)
  • regelmäßige sportliche Betätigung (z.B. Radfahren, Spazierengehen, Wandern, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen)
  • Stützstrümpfe oder Umwickeln der Beine mit elastischen Binden bei ausgeprägten Krampfadern
  • Vermeiden von Übermüdung und Überlastung
  • eventuell Entspannungstechniken (wie autogenes Training oder Yoga), um Stress besser zu bewältigen
  • ausgewogene, eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck)
  • tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens zweieinhalb bis drei Liter mit natriumreichem Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie Obst- und Gemüsesäften (Kaffee und schwarzer Tee helfen bei einem niedrigen Blutdruck nur vorübergehend)
  • nachts erhöhtes Liegen (auf einem Kopfkissen)

Weiterlesen: Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Therapie – Medikamente

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