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Stand: 10. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine akute Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nimmt meistens einen guten Verlauf: In der Regel heilt die Entzündung am Herzmuskel folgenlos aus. Vereinzelt sind bei einer akuten Herzmuskelentzündung jedoch auch schwere Verläufe möglich, in deren Folge es innerhalb weniger Tage aufgrund von Herzrhythmusstörungen oder einer akuten Pumpschwäche des Herzens zum Tod kommt.
Daneben können Herzmuskelentzündungen auch chronisch verlaufen: Bei einer virusbedingten Herzmuskelentzündung verbleiben die Viren in manchen Fällen im Herzmuskel, sodass die Erkrankung in einen chronischen Verlauf übergehen kann. In anderen Fällen setzt bei akuter Myokarditis nach vier bis sechs Wochen ein autoimmunologischer Prozess ein, bei dem sich die Immunabwehr gegen Zellbestandteile der Muskelfibrillen in den Herzmuskelfasern richtet und so die Herzmuskelentzündung aufrechterhält.
Wenn eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) einen chronischen Verlauf nimmt, ist dies problematisch: Im chronischen Stadium kann die Entzündung zu Komplikationen in Form einer Herzvergrößerung mit eingeschränkter Pumpfunktion (sog. dilatative Kardiomyopathie) führen. Hierzu kommt es in etwa zehn Prozent aller Herzmuskelentzündungen, die mit deutlichen körperlichen Beschwerden verbunden sind.
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