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Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

Myokardbiopsie

Stand: 10. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist eine sichere Diagnose nur mithilfe einer Myokardbiopsie möglich: Nur so kann der Arzt die Entzündung am Herzmuskel direkt nachweisen.

Bei der Myokardbiopsie platziert der Arzt einen Katheter über eine große Vene in der rechten Herzkammer, um Gewebeproben vom Herzmuskel zu entnehmen. Darauf folgt eine mikroskopische, molekularbiologische und immunhistologische Untersuchung der Proben. So kann der Arzt die Entzündungsprozesse im Herzen genau beurteilen. Außerdem ist es so bei einer virusbedingten Herzmuskelentzündung möglich, eventuell vorhandenes Erbmaterial des Virus nachzuweisen und somit der Erreger zu bestimmen. Daher ist diese Gewebeuntersuchung vor allem bei einer chronischen Herzmuskelentzündung empfehlenswert, um eine auf die Ursachen der Entzündung abzielende Behandlung festzulegen.

Die Myokardbiopsie ist mittlerweile eine Routineanwendung, die nicht nur bei der Herzmuskelentzündung zur Diagnose geeignet ist: Sie kommt beispielsweise standardmäßig nach Herztransplantationen zum Einsatz, um sicherzustellen, dass keine Abstoßungsreaktion gegen das neue Organ vorliegt.

Weiterlesen: Myokarditis: Therapie

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