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Stand: 13. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein metabolisches Syndrom ist keine eigenständige Krankheit. Vielmehr beschreibt der Begriff das Zusammentreffen mehrerer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Zu diesen Risikofaktoren zählen Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Fettwerte im Blut und hoher Blutzucker. Umgangssprachlich heißt das metabolische Syndrom auch "Wohlstandssyndrom".
Wer sich falsch ernährt und sich wenig bewegt, läuft Gefahr, übergewichtig zu werden und ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. "Metabolisch" bedeutet: den Stoffwechsel betreffend. Stark vereinfacht ausgedrückt, hängt das metabolische Syndrom mit Übergewicht beziehungsweise Fettleibigkeit (Adipositas) und Diabetes wie folgt zusammen: Übergewicht ist zentrales Kennzeichen für ein metabolisches Syndrom. Etwa jede zweite Person mit Übergewicht erkrankt im Laufe ihres Lebens an Diabetes mellitus, einer Störung des Zuckerstoffwechsels.
Die Zahl der Menschen, die übergewichtig oder fettleibig sind, nimmt stetig zu – damit einhergehend steigt die Zahl der Diabetiker. In Deutschland betrifft Diabetes etwa 6 Millionen Menschen, davon haben 95 Prozent einen Diabetes Typ 2.
Nach einer der gängigen Definitionen (IDF, 2005) liegt ein metabolisches Syndrom vor, wenn ein Mensch neben starkem Übergewicht (vor allem am Bauch) zumindest zwei der folgenden vier Eigenschaften aufweist:
Wenn ein metabolisches Syndrom besteht, heißt dies nicht automatisch, dass die Person krank ist oder eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems erleiden wird. Vielmehr geht es darum, das individuelle Risiko eines Menschen zu ermitteln. Wie aussagekräftig ein metabolisches Syndrom für die Gesundheit und etwaige Folgekrankheiten ist, vermag derzeit noch niemand abschließend zu beurteilen.
Wissenschaftler streiten darüber, ob die Bezeichnung und Definition als metabolisches Syndrom sinnvoll ist. Dies zeigt sich auch in den unterschiedlichen Auffassungen, welche und wie viele Kriterien erfüllt sein müssen, um von einem metabolischen Syndrom sprechen zu können. Eine Streitfrage: Warum werden nicht weitere oder andere Merkmale herangezogen (z.B. das Alter), um ein metabolisches Syndrom zu definieren? Die wissenschaftliche Diskussion der kommenden Jahre wird sich weiter um diese Fragen drehen.
Ein metabolisches Syndrom können Sie durch eine gesunde Lebensweise abwenden: Wer sich ausgewogen ernährt, Sport treibt, nicht raucht, keinen oder Alkohol nur in Maßen konsumiert und Stress meidet, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. So lassen sich Übergewicht, hoher Blutdruck und schlechte Blutwerte in vielen Fällen verhindern. Damit einhergehend sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
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