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Stand: 20. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für einen Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) sind drei Ursachen typisch:
Bei einem Schlaganfall gehört Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zu den häufigen Ursachen. Sie stellt den Hauptgrund für den Verschluss von Blutgefäßen dar. Hierbei bilden sich im Laufe der Zeit an den Innenwänden der Blutgefäße sogenannte Plaques – Ablagerungen aus Fett und Zellen. Je dicker diese Plaques, desto enger wird das Gefäß. Bei Personen mit Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus und/oder hohen Cholesterinwerten bilden sich diese Plaques besonders häufig.
Ist eine Arterie durch Plaques stark verengt, gelangt weniger sauerstoffreiches Blut in das Gewebe, das von diesem Blutgefäß versorgt wird. Plaques können außerdem leicht einreißen. An einem solchen Riss entsteht dann ein Blutgerinnsel (Thrombus), welches das Gefäß sogar komplett verstopfen kann – die Sauerstoffversorgung des Gewebes ist dann ganz unterbrochen (Ischämie) und ein Schlaganfall ist die Folge.
Bei einer Embolie verstopft ein Blutgerinnsel das Blutgefäß. Ein solches Blutgerinnsel nennen Ärzte Embolus – es ist frei beweglich und folgt deshalb dem Blutstrom. Es handelt sich dabei meist um einen abgelösten Teil eines größeren Blutgerinnsels (Thrombus), das sich ursprünglich an einer anderen Stelle des Blutkreislaufs gebildet hat. Diese großen und in der Regel unbeweglichen Gerinnsel entstehen hauptsächlich an Gefäßwänden oder in Blutgefäßen, in denen das Blut langsam fließt. Das kann zum Beispiel in ausgeweiteten Beinvenen oder in einem Aneurysma (Gefäßaussackung) der Fall sein. Auch im Innern des Herzens bilden sich mitunter größere Blutgerinnsel, wenn die Herzvorhöfe unregelmäßig schlagen (sog. Vorhofflimmern). Auch nach einem Herzinfarkt entsteht manchmal direkt am geschädigten Herzmuskel ein Blutgerinnsel.
Eine Hirnblutung führt mitunter zu einem hämorrhagischen Schlaganfall. Eine solche Blutung entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn einreißt. Sind die Blutgefäße einer Person durch eine Arteriosklerose aufgrund von Bluthochdruck (Hypertonie) oder Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit ") vorgeschädigt, kann ein plötzlicher Blutdruckanstieg dazu führen, dass das Blutgefäß einreißt. Eine Hirnblutung kann zudem auftreten, wenn ein Hirngefäß krankhaft ausgeweitet ist (Aneurysma) und einreißt. Sind die Blutungen im Bereich des Gehirns sehr stark, sprechen Mediziner von lebensbedrohlichen Hirnmassenblutungen.
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