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Stand: 30. Oktober 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor. Wenn das Herz hin und wieder mal zu schnell oder zu langsam schlägt, muss dies nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Treten Herzrhythmusstörungen jedoch häufiger oder über einen längeren Zeitraum auf, sollte man die Ursache in jedem Fall ärztlich abklären lassen.
Fällt die Herzfrequenz längerfristig unter 60 Schläge pro Minute, spricht man von einer langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörung. Dies muss nicht immer durch eine Krankheit bedingt sein: Wer etwa viel Ausdauersport betreibt, senkt in der Regel seine Herzfrequenz beziehungsweise seinen Ruhepuls. Trainierte Sportler können also durchaus eine ständig niedrige Herzfrequenz mit unter 60 Schlägen pro Minute haben, ohne krank zu sein.
Schlägt das Herz dagegen zu schnell, spricht man ab mehr als 100 Schlägen pro Minute von einer schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörung.
Die Ursachen krankhafter Herzrhythmusstörungen sind Schädigungen beziehungsweise Störungen am Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens. Auch Schäden am sogenannten Reizleitungssystem, das die elektrischen Impulse vom Sinusknoten zu den Herzmuskelzellen leitet und so für das rhythmische Zusammenziehen des Herzmuskels sorgt, können Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:
Um Herzrhythmusstörungen festzustellen, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst nach seinen Beschwerden. Anschließend folgen eine körperliche Untersuchung und verschiedene weitere Diagnosemethoden, zum Beispiel eine Echokardiographie (EKG) oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Um die Ursachen der Herzrhythmusstörungen festzustellen, sind manchmal weitere Tests wie eine Blutuntersuchung notwendig.
Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen richtet sich unter anderem nach ihrer Art, Schwere und Ursache. Es gibt verschiedene Medikamente, die bei Herzrhythmusstörungen zur Therapie zum Einsatz kommen. Reicht eine medikamentöse Behandlung alleine nicht aus, setzen Ärzte manchmal in einer Operation einen Herzschrittmacher ein.
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