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Herzklappenfehler

Mitralstenose

Stand: 25. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Herzklappenfehler an der Mitralklappe des Herzens – also am Ventil aus dem linken Vorhof in die linke Herzkammer – ist eine sogenannte Mitralstenose oder Mitralklappenstenose. Hierbei öffnet sich die Mitralklappe aufgrund von Verwachsungen nicht weit genug. Infolge der Mitralstenose kann der Blutstrom nicht mehr ungehindert in die linke Herzkammer (Ventrikel) fließen. Der linke Vorhof (Atrium) muss deshalb einen höheren Druck aufbauen, um das Blut durch den Engpass zu pressen.

Um diesem erhöhten Druck standzuhalten, verdicken sich mit der Zeit die Muskelschichten im linken Vorhof. Dieser erweitert sich. Irgendwann schafft es der linke Vorhof nicht mehr, die benötigte Blutmenge in die linke Herzkammer zu transportieren, da er den dazu nötigen Druck durch relativen Sauerstoffmangel nicht mehr aufbauen kann. Also entsteht ein Blutstau vor der Mitralklappe, durch den sich der betroffene Herzabschnitt gefährlich erweitert.

Wenn der linke Vorhof seine Funktion durch den Herzklappenfehler verliert, setzt sich der Blutstau über die Lungenvenen bis in die Lungenschlagadern fort. Die Lungen füllen sich mit Flüssigkeit, der Blutstrom in den Lungen verlangsamt sich und die Sauerstoffaufnahme ist erschwert. Weitere Folgen einer Vorhofvergrößerung durch eine Mitralstenose sind Vorhofflimmern und die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombenbildung).

Weiterlesen: Herzklappenfehler: Definition – Aortenstenose

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