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Stand: 26. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Mediziner bestimmen die Herzleistung anhand des sogenannten Herzzeitvolumens (HZV). Das Herzzeitvolumen wiederum wird durch zwei Faktoren bestimmt – zum einen durch das Schlagvolumen (pro Herzaktion ausgeworfene Blutmenge) und zum anderen durch die Herzfrequenz. Das Herzzeitvolumen errechnet sich, indem man das Schlagvolumen mit der Herzfrequenz multipliziert. Bei einem mittleren Schlagvolumen von 70 Milliliter Blut und einer Ruhe-Herzfrequenz von 70 Schlägen pro Minute beträgt das Herzzeitvolumen etwa 5 Liter Blut pro Minute (70 x 70 = 4.900 ml/min). Bei stärkster Belastung kann das Herzzeitvolumen auf über 20 Liter Blut pro Minute steigen. Da das Schlagvolumen selbst nur um das 1,5-Fache zunehmen kann, steigert hauptsächlich eine erhöhte Herzfrequenz das Herzzeitvolumen.
Das Schlagvolumen ist vom Dehnungszustand des Herzmuskels abhängig – der sogenannten Vordehnung. Diese hängt maßgeblich vom aktuellen Füllungsvolumen des Herzens ab. Je mehr der Herzmuskel mit Blut gefüllt ist, desto stärker ist die Vordehnung und damit die Kraft der Muskelarbeit des Herzens. Das gilt allerdings nur bis zu einem bestimmten Füllungsdruck. Übersteigt der Füllungsdruck einen bestimmten Wert, dann fällt das Schlagvolumen wieder ab, da die Herzmuskulatur zu stark vorgedehnt wird.
Das Schlagvolumen hängt außerdem noch vom Widerstand des arteriellen Gefäßsystems ab, das dem Herzen nachgeschaltet ist. Bei einem hohen Widerstand, der sich in Form eines hohen Blutdrucks widerspiegelt, muss das Herz gegen einen erhöhten Druck pumpen. Das reduziert das Schlagvolumen und damit die Pumpleistung des Herzens.
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