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Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche)

Herzinsuffizienz: Therapie

Stand: 26. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche) läuft die Therapie nach einem Stufenplan ab, je nach festgestelltem Schweregrad. Allgemeine Maßnahmen können in allen Krankheitsstadien dazu beitragen, dass es dem Betroffenen besser geht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • wenig körperliche Anstrengung, in schweren Fällen Bettruhe mit erhöhtem Oberkörper – das erleichtert das Atmen
  • Einhalten eines Normalgewichts
  • bei Bedarf Inhalieren von Sauerstoff

Besonders bei Wassereinlagerungen (Ödemen) sollte der Betroffene eine kochsalzarme Diät (weniger als 3 Gramm pro Tag) und eine vorgegebene Trinkmenge einhalten (Bilanzierung). Besteht Übergewicht, ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion unerlässlich. Auf übermäßigen Genuss von Alkohol sollten Menschen mit Herzinsuffizienz verzichten.

Neben diesen Allgemeinmaßnahmen spielen bei einer Herzinsuffizienz Medikamente eine wichtige Rolle bei der Therapie. Bei der medikamentösen Therapie der chronischen Herzinsuffizienz setzt der Arzt in erster Linie Wirkstoffe wie ACE-Hemmer, Betablocker und entwässernde Medikamente (Diuretika) ein.

Personen mit schwerer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) benötigen in der Regel eine Therapie im Krankenhaus. Nach der Stadieneinteilung der New-York-Heart-Association (NYHA) zählen Patienten im NYHA-Stadium III und IV dazu. Stadium III liegt vor, wenn Beschwerden schon bei leichter körperlicher Belastung auftreten. Im NYHA-Stadium IV klagen die Betroffenen über Ruhe-Beschwerden – schon geringste körperliche Belastung verschlechtert ihren Zustand.

Manchmal sind bei einer Herzinsuffizienz Operationen zur Therapie sinnvoll. Etwa bei schweren Herzrhythmusstörungen können Ärzte einen Herzschrittmacher einsetzen, der mit einem Defibrillator kombiniert ist. Der Herzschrittmacher gibt leichte Stromimpulse an das Herz ab und regt es so zum Pumpen an. Der integrierte Defibrillator gibt einen stärkeren Stromstoß ab und kann dadurch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen beenden. Die Stärke der Stromimpulse können individuell auf den Betroffenen abgestimmt werden.

Wenn das Herz sehr stark geschädigt ist, bleibt bei einer Herzinsuffizienz manchmal eine Herztransplantation als letzte Therapie-Option.

Weiterlesen: Herzinsuffizienz: Therapie – ACE-Hemmer

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