Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Herz-Kreislauf-Erkrankungen > Herzinfarkt

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Stand: 18. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zählt hierzulande zu den häufigsten Todesursachen – allerdings kann jeder einem Herzinfarkt durch gesunde Lebensweise vorbeugen. Darum ist es ratsam, mögliche Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht zu vermeiden und bestehende Grundkrankheiten wie Bluthochdruck optimal behandeln zu lassen.

Ein kniender Mann fasst sich an die Brust.

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein großes Herzkranzgefäß (Koronararterie) oder ein Gefäßast verschlossen sind. Diese Gefäße versorgen das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bei einem Herzinfarkt verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) eines der Gefäße, sodass das Blut nicht mehr zirkulieren kann. Das Herz erhält dann nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Diese Unterversorgung führt zu einer Schädigung des Herzmuskelgewebes – ein Teil des Gewebes stirbt ab.

Ist die Durchblutung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße gestört, liegt eine sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK) vor. Risikofaktoren wie erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Rauchen, Übergewicht, zu hoher Blutdruck oder Stress begünstigen einen Herzinfarkt und gelten als Ursachen von Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Ein Herzinfarkt oder Myokardinfarkt ruft in vielen Fällen eindeutige Symptome hervor. Typisch für einen Herzinfarkt ist der anhaltende heftige Brustschmerz, der in den linken Arm ausstrahlt. Bei einem Herzinfarkt können diese Anzeichen aber auch geringer sein oder ganz ausbleiben (sog. stummer Herzinfarkt). Besonders bei Frauen fehlen häufig die typischen Symptome eines Herzinfarkts. 40 Prozent aller Infarkte ereignen sich in den Morgenstunden zwischen sechs und zwölf Uhr, was damit zusammenhängt, dass die Gerinnungsaktivität im Blut in dieser Zeit zunimmt. Für die Heilungsaussichten ist es bei einem Myokardinfarkt entscheidend, sofort einen Notarzt zu verständigen und den Betroffenen schnell ins Krankenhaus zu bringen.

In den ersten Stunden nach dem Herzinfarkt gibt es zwei Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die unterversorgten Herzmuskelzellen absterben: Zum einen ist es möglich, das verschlossene Gefäß mit einem Herzkatheter aufzudehnen. Zum anderen lässt sich das Blutgerinnsel durch Medikamente auflösen, sodass die Durchblutung des Gefäßes wiederhergestellt ist (medikamentöse Thrombolysetherapie). Bei einem Herzinfarkt sind die ersten 48 Stunden besonders kritisch.

Mit einem Elektrokardiogramm (EKG) lässt sich die Herzstromkurve messen, an der Fachleute ablesen können, ob und wann ein Herzinfarkt eingetreten ist. Außerdem gibt das abgestorbene Herzmuskelgewebe nach einem Myokardinfarkt bestimmte Eiweiße (sog. Herzenzyme) ans Blut ab. Diese lassen sich durch eine Laboruntersuchung nachweisen.

Da nach einem Herzinfarkt Komplikationen (wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Linksherzinsuffizienz oder ein kardiogener Schock) auftreten können, ist eine Überwachung der Betroffenen auf der Intensivstation erforderlich.

Weiterlesen: Herzinfarkt: Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund ums Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen von A-Z. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.