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Komplikationen

Stand: 18. April 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) können im weiteren Verlauf verschiedene Komplikationen auftreten:

Durch elektrische Reize des Körpers zieht sich das Herz zusammen und pumpt Blut in den Körperkreislauf. Bei einem Herzinfarkt kann an den betroffenen Bereichen die elektrische Reizausbreitung gestört sein – bis hin zu schweren Herzrhythmusstörungen. Außerdem kann es an den geschädigten Bereichen zu spindel- oder sackförmigen Erweiterungen (sog. Aneurysmen) kommen, die lebensbedrohliche Komplikationen zur Folge haben: Der Herzmuskel kann reißen (Ruptur) oder es können Blutgerinnsel (Thromben) entstehen.

Von den Menschen, die einen Herzinfarkt nicht überleben, sterben die meisten im frühen Verlauf des Infarkts an plötzlich einsetzenden Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern). Diese können zum Herzstillstand führen. Liegt ein Herzstillstand vor, muss ein Ersthelfer umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Wenn innerhalb von drei bis fünf Minuten eine Herzmassage und Beatmung erfolgt, ist eine Wiederbelebung der Betroffenen möglich, sodass sie eine Überlebenschance haben. Es ist daher sehr wichtig, dass sich Angehörige von Menschen mit hohem Myokardinfarkt-Risiko in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ausbilden lassen, damit im Notfall keine wertvolle Zeit verloren geht.

Weiterlesen: Herzinfarkt: Verlauf – Nachsorge

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