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Stand: 26. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Gestose (hypertensive Schwangerschaftserkrankung) erfordert eine angemessene Therapie, die sich nach Art und Schweregrad der Erkrankung unterscheidet. Neben Medikamenten stellt auch die frühzeitige Entbindung des Kindes eine Behandlungsmöglichkeit dar. Sie kommt in besonders schweren Fällen zum Einsatz und erfolgt meist durch einen Kaiserschnitt. Ziel ist es, zu verhindern, dass sich eine potentiell lebensbedrohliche Eklampsie entwickelt. Die vorzeitige Entbindung wird selten vor der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) nötig, sodass das Neugeborene in der Regel bereits lebensfähig ist.
Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Gestationshypertonie) wird je nach Ausprägung mit einer Arbeitsfreistellung über Bettruhe bis zur Einnahme von Medikamenten zur Blutdrucksenkung (Antihypertensiva) therapiert.
Eine Präeklampsie muss stationär, also im Krankenhaus, behandelt werden. In leichteren Fällen genügen Bettruhe und die sorgfältige Überwachung von Blutdruck, Gewicht und der Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie). Je nach Ausmaß der Proteinurie muss die Schwangere vermehrt Eiweiß aufnehmen. Die Senkung des Blutdrucks mit Medikamenten erfolgt in der Regel erst ab anhaltenden Blutdruckwerten über 170 mmHg im ersten Wert (systolischer Wert) oder über 110 mmHg im zweiten Wert (diastolischer Wert). Ärzte setzen hierzu Wirkstoffe wie alpha-Methyldopa (bevorzugtes Mittel), Betablocker, Nifedipin und Dihydralazin ein.
Die Verabreichung von Magnesiumsulfat bei einer schweren Präeklampsie kann einem Krampfanfall (Eklampsie) vorbeugen. Schwangere mit Präeklampsie erhalten häufig einen Dauerblasenkatheter, um die Urinausscheidung überwachen zu können.
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