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Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie)

Stand: 29. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Fallot-Tetralogie (fallotsche Tetralogie) ist ein komplexer, häufiger angeborener Herzfehler. Sie wurde 1888 erstmals durch den französischen Arzt Étienne-Louis Arthur Fallot ausführlich beschrieben und hat daher ihren Namen.

Durch einen Defekt in der Herzscheidewand vermischt sich bei der Fallot-Tetralogie sauerstoffreiches Blut mit sauerstoffarmem, was zum Bild des "blauen Babys" mit Atemnot und bläulich verfärbter Haut und Schleimhaut (Zyanose) führt. Typischerweise nehmen betroffene Kleinkinder häufig eine Hockstellung ein, da dies die Durchblutung der Lunge verbessert. Veränderungen der Finger und Fingernägel (sog. Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel) sind weitere Symptome dieses oder eines anderen Herzfehlers.

Die Fallot-Tetralogie umfasst vier Einzelerkrankungen: Eine Einengung der Lungenarterien (Pulmonalstenose), einen Herzwanddefekt (durchgehende Verbindung der beiden Herzkammern), eine Herzmuskelvergrößerung der rechten Herzkammer und eine Fehlstellung der Aorta (Hauptschlagader). Daher die Bezeichnung "Tetralogie".

Die Diagnose der Fallot-Tetralogie erfolgt unter anderem mittels einer Ultraschalluntersuchung des Herzens. Durch eine Operation im Kleinkindalter ist die Prognose der fallotschen Tetralogie heutzutage sehr gut.

Hat der Arzt eine Fallot-Tetralogie diagnostiziert, sollte so früh wie möglich eine Therapie erfolgen. Bei Neugeborenen und sehr jungen Säuglingen kann vorerst ein Aufdehnen der verengten Herzklappe zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie (Ballondilatation) zur Verbesserung der Sauerstoffsättigung beitragen.

Die operative Korrektur der fallotschen Tetralogie sollte dann innerhalb des ersten Lebensjahrs erfolgen. Die Langzeitprognose ist gut, denn nach 30 Jahren leben über 90 Prozent und nach 40 Jahren über 75 Prozent der Menschen mit einer Fallot-Tetralogie nach erfolgreicher Operation.

Der angeborenen Fallot-Tetralogie lässt sich nicht mit speziellen Maßnahmen vorbeugen. Werdende Eltern können jedoch die Möglichkeit einer genetischen Beratung und der Pränataldiagnostik nutzen. Bei einer Risikogeburt sollte die Entbindung in einer Klinik mit naher Anbindung an eine kinderkardiologische Abteilung stattfinden.

Weiterlesen: Fallotsche Tetralogie: Definition

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