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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Bluthochdruck
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Stand: 19. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) sollte die Therapie frühzeitig beginnen, um späteren Organschäden und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen. Wer seinen Blutdruck ausreichend und langfristig senkt, fördert seine Gesundheit und schont aktiv sein Herz-Kreislauf-System.
Bei Bluthochdruck besteht das Ziel der Behandlung stets darin, den Ruhe-Blutdruck unter Werte von 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) zu senken. Abweichende Empfehlungen gelten für Personen, die zusätzlich an anderen Erkrankungen leiden. So gelten für Diabetiker Werte unter 140 zu 85 als erstrebenswert, Personen, die schon mal einen Schlaganfall erlitten haben, sollten ihren Blutdruck auf Werte unter 130 zu 80 senken.
Besondere Empfehlungen zur Behandlung von Bluthochdruck gelten für folgende Personengruppen:
Die Bluthochdruck-Therapie ist individuell. Die Behandlung stützt sich wesentlich auf allgemeine Maßnahmen, um den Blutdruck zu senken. Hierzu gehören Stressabbau oder eine Änderung der Lebensgewohnheiten und in vielen Fällen auch blutdrucksenkende Medikamente.
Da die sekundäre Hypertonie als Folge bestimmter Grunderkrankungen oder Medikamente entsteht, richtet sich bei dieser Form von Bluthochdruck die Behandlung entsprechend nach dem jeweiligen Auslöser des hohen Blutdrucks.
Bei Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) kann jeder die Wirkung der Medikamente durch verschiedene allgemeine Maßnahmen zusätzlich positiv beeinflussen und so den Blutdruck senken. Wer seinen Lebensstil ändert, kann mitunter ohne Medikamente seinen Blutdruck ausreichend senken. Zumindest lässt sich häufig die Dosis der Medikamente reduzieren, was wiederum dazu führt, dass weniger Nebenwirkungen auftreten und der Betroffene die Arzneien besser verträgt. Manchmal führen diese Maßnahmen auch ohne zusätzliche Medikamente zu einem Erfolg. Wenn in Ihrer Familie Bluthochdruck gehäuft vorkommt, können Sie durch eine gesunde Lebensführung Ihren Blutdruck senken und oder das Auftreten des Bluthochdrucks verzögern.
Bei Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) sollten Sie im Rahmen der Behandlung auf die Zufuhr von Kochsalz und allgemein auf Ihre Ernährung achten: Die meisten Menschen in Deutschland nehmen täglich etwa 12 bis 15 Gramm Kochsalz zu sich, was deutlich zu viel ist.
Wer seine Salzzufuhr auf höchstens 4 bis 6 Gramm pro Tag beschränkt, kann seinen Bluthochdruck positiv beeinflussen und senken.
Jeder zweite Mensch mit zu hohem Blutdruck kann so eine leichte Blutdrucksenkung von etwa 10 bis 15 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) erreichen. Diese Menschen gelten als "salzempfindlich". Verringern sie die Kochsalzmenge noch weiter – auf etwa 3 Gramm Kochsalz pro Tag –, führt dies sogar zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung. Empfehlenswert ist bei Bluthochdruck frische, kochsalzarme und individuell zubereitete Nahrung. Fertigprodukte und viele Wurst- und Käsewaren sind oft stärker gesalzen und daher besser zu meiden.
Wenn Sie Ihre Ernährung im Rahmen Ihrer Bluthochdruck-Therapie umstellen und viel Obst und Gemüse zu sich nehmen, können Sie den Blutdruck ebenfalls deutlich senken. Cholesterin ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Fisch- und Pflanzenölen können die Cholesterin- und Blutdruckwerte erniedrigen.
Die bei Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) zur Therapie empfehlenswerten allgemeinen Maßnahmen umfassen auch die Bekämpfung von Übergewicht: Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat und ein wenig abnimmt, tut seinem Blutdruck einen Gefallen. Schon fünf Kilogramm Körpergewicht weniger reichen aus, um den Blutdruck um etwa zehn Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) zu senken. Vor allem wenn in Ihrer Familie Bluthochdruck vorkommt, sollten Sie darauf achten, Übergewicht rechtzeitig entgegenzuwirken. Kinder, deren Bluthochdruck mit Übergewicht in Verbindung steht, erreichen durch regelmäßigen Sport und gesunde Ernährung oft mehr als durch Medikamente.
Bei der Bluthochdruck-Behandlung wirkt sich auch der richtige Umgang mit Alkohol und Rauchen positiv aus: Menschen mit zu hohem Blutdruck sollten ihren Alkoholkonsum stark einschränken oder am besten ganz auf Alkohol verzichten. Es ist ratsam, an einem Tag nicht mehr als 20 Gramm Alkohol zu sich zu nehmen. Zum Vergleich: Ein Glas zwölfprozentiger Rotwein enthält etwa 12 Gramm Alkohol, ein viertel Liter Bier etwa 10 Gramm Alkohol. Jedoch: Auf täglichen Alkoholkonsum sollten Sie verzichten, um die Gefahr einer Abhängigkeit zu verringern.
Bleiben Sie an mindestens zwei bis drei Tagen in der Woche alkoholfrei!
Auch wenn die Zigaretten für viele Menschen zum Leben dazugehören: Wer Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Krebserkrankungen vorbeugen möchte, sollte auf das Rauchen verzichten.
Bei Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie) ist im Rahmen der allgemeinen Therapie-Maßnahmen auch der richtige Umgang mit Stress wichtig: Wer Stress beruflich und privat gut bewältigen kann, beeinflusst den Verlauf von Bluthochdruck günstig. Mit Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung, autogenem Training oder Atemübungen lässt sich hoher Blutdruck zusätzlich senken, besonders wenn psychische Faktoren bei der Entwicklung des Bluthochdrucks eine Rolle spielen.
Zu den für die Bluthochdruck-Therapie empfehlenswerten allgemeinen Maßnahmen gehört auch ausreichende körperliche Aktivität. Sport und Bewegung haben gleich mehrere positive Effekte:
Alle Menschen mit Bluthochdruck profitieren von einem regelmäßigen körperlichen Training, besonders solche, die sich vorher nicht oder nur ungenügend sportlich betätigt haben. Eine Trainingsfrequenz von etwa 30 Minuten an drei Tagen in der Woche sollten Sie mindestens einhalten, um eine blutdrucksenkende Wirkung zu erzielen. Das Belastungsmaß ist individuell unterschiedlich. Geeignet ist zur Bluthochdruck-Behandlung vor allem Ausdauersport wie zum Beispiel:
Kraft- und Hochleistungssportarten sind bei Bluthochdruck dagegen nicht empfehlenswert.
Weiterlesen: Bluthochdruck (Hypertonie): Therapie – Medikamentöse Therapie
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