Bakterielle Endokarditis

Bakterielle Endokarditis: Therapie

Stand: 13. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der bakteriellen Endokarditis umfasst die Therapie neben der Behandlung einer eventuell verursachenden Grunderkrankung vor allem eine Antibiotikatherapie über mindestens zwei bis sechs Wochen. Ist der Erreger nicht bekannt, bekommen Betroffene in der Regel eine Kombination aus Ampicillin, Gentamicin und Cefotaxim oder Ceftriaxon. Erkrankte mit künstlichen Herzklappen erhalten bei einer bakteriellen Endokarditis dagegen normalerweise eine Therapie aus Vanomycin, Gentamicin und Rifampicin. Wenn der Erreger bekannt ist, stimmt der Arzt die Behandlung exakt darauf ab. Ist eine Infektion mit Staphylokokken die Ursache der bakteriellen Endokarditis, besteht die Therapie meist aus Flucloxacillin oder Oxacillin in Kombination mit Gentamicin. Eine Streptokokken-Endokarditis wird in der Regel mit Penicillin G und Gentamicin behandelt.

Wenn feststeht, dass die bakterielle Endokarditis durch verunreinigte Fremdkörper wie zum Beispiel durch einen infizierten Klappenersatz entstanden ist, kann – zusätzlich zur Therapie – eine erneute Operation, in welcher der Arzt den Fremdkörper entfernt, die Heilungschance verbessern.

Kommt es zu nicht behandelbaren Komplikationen wie einer Sepsis, Embolien oder einer fortschreitenden Herzschwäche (Herzinsuffizienz), ist es manchmal nötig, die Herzklappen in einer Operation zu ersetzen.

Weiterlesen: Bakterielle Endokarditis: Verlauf

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