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Stand: 20. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) ist es wichtig, dass die Therapie so schnell wie möglich einsetzt (das englische Motto lautet "Time is brain", frei übersetzt "Zeit ist Gehirn"). Daher wird jeder Schlaganfall-Patient als medizinischer Notfall betrachtet, auch wenn die Symptome nur mild ausgeprägt sind. Es gilt: Bei jedem Schlaganfall ist umgehend ärztliche Hilfe und eine angemessene Therapie erforderlich. Die Schlaganfall-Behandlung erfolgt in spezialisierten Schlaganfall-Einheiten mancher Krankenhäuser, den sogenannten Stroke-Units (stroke engl. für Schlaganfall; unit engl. für Einheit).
Ein akuter Schlaganfall liegt vor, wenn eine bestimmte Hirnregion plötzlich nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt und dadurch dauerhaft geschädigt wird. Bei einem akuten Schlaganfall ist daher das Ziel der Therapie, diesen Schaden möglichst gering zu halten und schwere Folgen zu verhindern. Je nach Schlaganfall-Ursache (Gefäßverschluss oder Blutung) unterscheidet sich die Therapie. Daher ist es wichtig, dass die Ärzte durch Untersuchungen rasch die genaue Ursache herausfinden, um dann die geeignete Schlaganfall-Behandlung einleiten zu können.
Bei einem Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss – also einem ischämischer Insult – umfasst die Therapie unter anderem:
Die Therapie bei einem Schlaganfall aufgrund einer Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall) umfasst in manchen Fällen einen neurochirurgischen Eingriff. Eine solche Operation hat zum Ziel, die Blutung zu stoppen, den Bluterguss zu entfernen und so das Hirngewebe zu entlasten. Bei allen Arten des Schlaganfalls werden die lebenswichtigen Funktionen wie Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz sowie die Urinausscheidung überwacht. Unter Umständen ist es erforderlich, dass der Arzt den Hirndruck mit Medikamenten senkt.
Langfristig soll die Schlaganfall-Therapie die neurologischen Symptome wie Lähmungen und Sprachstörungen bessern (Rehabilitation). Wie auch bei anderen vom Gehirn ausgehenden Bewegungsstörungen geht man auch beim Schlaganfall häufig nach dem sogenannten Bobath-Konzept vor. Das Bobath-Konzept beruht auf der Annahme, dass gesunde Hirnregionen lernen können, die Aufgaben der geschädigten Areale zu übernehmen.
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