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Blutdruck

Stand: 18. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Als Blutdruck wird der Druck in den Blutgefäßen und im Herzen bezeichnet. Der Blutdruck ist nötig, um die Zirkulation des Bluts im Körper aufrecht zu erhalten und somit den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Ein Arzt misst bei einer Frau den Blutdruck.
Ist der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig? Eine Blutdruckmessung gibt Aufschluss.

Ein Vorteil für Betroffene und Ärzte ist, dass sich der Blutdruck ohne Aufwand und schmerzfrei ganz einfach messen lässt. Zudem kostet eine Blutdruckmessung kaum etwas. Diese Faktoren machen die Blutdruckkontrolle zu einer fast überall verfügbaren und anwendbaren Untersuchungsmethode. Der Blutdruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen. Normale Blutdruckwerte bei Erwachsenen liegen ungefähr bei 120/80 mmHg – ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Der erste Wert heißt "systolischer Wert", der zweite "diastolischer Wert".

Ein Netzwerk aus Nerven, Hormonen und Gehirnstrukturen regelt den Blutdruck. Es ist völlig normal, dass seine Höhe kurzfristig schwankt, etwa durch körperliche Belastung, seelische Erregung, Kaffeekonsum oder andere Faktoren. Anhaltende Blutdruckschwankungen, insbesondere anhaltender Bluthochdruck, müssen jedoch ärztlich abgeklärt werden, da sie Hinweis auf Erkrankungen sein beziehungsweise schwer wiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen können.

Seinen Blutdruck zu kennen und im Falle eines zu hohen Drucks eine geeignete Therapie einzuhalten, trägt einen wichtigen Teil zu einem gesunden Leben bei. Häufig wissen Betroffene gar nichts von ihrem zu hohen Druck, da Bluthochdruck in vielen Fällen über lange Zeit keine Beschwerden macht – man fühlt sich nicht krank, sondern mitunter sogar aktiv und besonders leistungsfähig. Gefährlich daran: Der erhöhte Druck führt bereits zu bleibenden Schäden an den Blutgefäßen, bevor die Diagnose Hypertonie überhaupt bekannt ist.

Der Blutdruck kann aber auch zu niedrig sein (Hypotonie). Dies merken Betroffene meist eher als im Falle der Hypertonie. Menschen mit niedrigem Blutdruck fühlen sich mitunter müde und wenig leistungsfähig. Zudem wird ihnen schnell schwindelig, zum Beispiel wenn sie nach längerem Sitzen oder Liegen aufstehen. Im Gegensatz zu hohem Blutdruck geht von zu niedrigen Werten aber in aller Regel kein gesundheitliches Risiko aus – es sei denn, der Hypotonie liegt eine Erkrankung zugrunde, die das Herz schwächt (z.B. Herzinsuffizienz).

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