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Hepatitis G

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (18. März 2016)

© Jupiterimages/Digital Vision

Das GB-Virus Genotyp C (GBV-C), auch als Hepatitis-G-Virus bekannt, gehört, wie auch das Hepatitisvirus C, zu der Familie der Flaviviren – erstmals wurde es in den 1960er Jahren in menschlichen Blutproben entdeckt.

Man ging zunächst fälschlicherweise davon aus, dass das Hepatitis-G-Virus eine Leberentzündung auslöst, die man als Hepatitis G bezeichnete. Nach heutigen Erkenntnissen scheint das GB-Virus Genotyp C jedoch kein Krankheitsbild zu verursachen.

Die Übertragung des einsträngigen RNA-Virus erfolgt vor allem über Blut oder Blutprodukte. 80 Prozent aller Personen mit einer GBV-C-Infektion sind gleichzeitig mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Umgekehrt haben 10 Prozent der an Hepatitis C Erkrankten gleichzeitig eine Infektion mit GBV-C. Es scheint somit einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Infektionen zu geben, das Hepatitis-G-Virus nimmt aber keinen Einfluss auf eine Hepatitis-C-Infektion. Die Diagnose einer Infektion mit GBV-C erfolgt durch den Nachweis von spezifischen Antikörpern oder von viraler RNA mithilfe der sogenannten Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR).

Bisher sind keine Symptome bekannt, die explizit auf das Hepatitis-G-Virus zurückzuführen sind. Wenn Hepatitis G als Koinfektion mit Hepatitis-C-Viren auftritt, kommt es zu den für HCV typischen Beschwerden. Eine Impfung gegen das Virus gibt es demzufolge nicht.

Bei 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind Antikörper gegen das Hepatitis-G-Virus im Blut vorhanden, bei 1 bis 2 Prozent davon lässt sich die Virus-RNA nachweisen.

Es gibt Hinweise darauf, dass bei HIV -Infizierten eine gleichzeitige Infektion mit dem Hepatitis-G-Virus den Verlauf der HIV-Infektion günstig beeinflusst – die Vermehrung des HI-Virus wird dadurch scheinbar gehemmt.

Video: Hepatitis – wenn Viren die Leber schädigen.



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