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Hepatitis C

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. September 2015)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Hepatitis C ist eine weltweit vorkommende, meldepflichtige Leberentzündung, die durch eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) entsteht und akut oder chronisch verlaufen kann. Anders als gegen Hepatitis A und B steht gegen Hepatitis C keine Impfung zur Verfügung.

In erster Linie entsteht Hepatitis C durch Übertragung der Viren über Blut: Die Ansteckung mit HCV passiert öfter durch eine Bluttransfusion als bei jedem anderen Hepatitisvirus. Wer drogenabhängig ist und verunreinigte Spritzen benutzt, regelmäßig zur Dialyse muss oder beruflich mit Blut in Berührung kommt, hat ebenfalls ein höheres Risiko für eine HCV-Infektion.

Zwar scheint beim Hepatitis-C-Virus auch eine Ansteckung durch andere Körperflüssigkeiten wie Speichel, Sperma oder Muttermilch möglich zu sein – dies gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich.

Die von der Hepatitis C verursachten Symptome sind überwiegend unauffällig oder nur wenig kennzeichnend und ähneln zum Beispiel einer leichten Grippe. In einigen Fällen verursacht die HCV-Infektion jedoch nach einer Inkubationszeit von 2 bis 24 Wochen akute Beschwerden wie:

Teils heilt die akute Hepatitis C nach der akuten Krankheitsphase ohne bleibende Schäden aus. Die meisten HCV-Infektionen – vor allem diejenigen, die wegen fehlender Symptome unbehandelt bleiben – gehen jedoch in einen chronischen Verlauf über.

Die chronische Hepatitis C verläuft oft schleichend, sodass viele Menschen nicht wissen, dass sie infiziert sind. Da die Virushepatitis langfristig zu Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann, ist es jedoch wichtig, sie frühzeitig zu erkennen: Nur so ist es durch eine geeignete Behandlung möglich, die fortschreitende Schädigung der Leber zu stoppen.

Ein einfacher Bluttest genügt, um festzustellen, ob eine Hepatitis-C-Infektion vorliegt oder nicht.

Wenn Viren die Leber schädigen.

Gegen Hepatitis C sind als Therapie Interferon alfa-2a und spezielle Mittel gegen Viren (sog. Virostatika) geeignet: Mit ihrer Hilfe ist auch die chronische Verlaufsform überwiegend heilbar.



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