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Hepatitis CHepatitis C: TherapieStand: 14. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei der Hepatitis C ist eine frühzeitige Therapie wichtig: Beginnt innerhalb der ersten vier Monate nach der Ansteckung mit Hepatitis C eine 24-wöchige Behandlung mit Interferon alfa-2a zur Steigerung der körpereigenen Abwehr (sog. Immuntherapie), ist die akute Leberentzündung fast immer heilbar. Daher ist es ratsam, bei jedem Verdacht auf eine Hepatitis-C-Infektion so früh wie möglich die Diagnose zu sichern, um die notwendigen Maßnahmen einleiten und so den Übergang in einen chronischen Krankheitsverlauf verhindern zu können. Bei der Behandlung einer chronischen Hepatitis C gilt derzeit die Anwendung von sogenanntem Peginterferon alfa 2a in Kombination mit dem gegen Viren wirkenden Mittel (Virostatikum) Ribavirin als Standard. Diese Therapie kann ambulant erfolgen. Ein Krankenhausaufenthalt ist nur erforderlich, wenn besondere Komplikationen auftreten. Durch die Kombination von Peginterferon alfa 2a und Ribavirin ist es möglich, das dauerhafte Ansprechen auf die Therapie auf über 50 Prozent zu steigern. Je nachdem, welches Virus für die Hepatitis C verantwortlich ist, sind die Heilungschancen sogar noch höher: Liegen Infektionen mit Hepatitis-C-Viren vom Genotyp 2 oder 3 vor, ist eine Heilung in über 80 Prozent der Fälle möglich. NebenwirkungenDie gegen Hepatitis C zur Steigerung der Immunabwehr eingesetzte Therapie (Immuntherapie) kann auch Nebenwirkungen haben. Anfangs entwickeln über 50 Prozent der Behandelten grippeähnliche Symptome wie:
Die Beschwerden verschwinden meistens innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen der Hepatitis-C-Therapie, können aber auch anhalten. Selten ruft die Immuntherapie psychische (Stimmungsschwankungen bis Depressionen) oder neurologische Beeinträchtigungen (Polyneuropathie, Krampfanfälle) hervor. Ebenfalls seltene Nebenwirkungen sind Hautprobleme, Haarausfall und Stoffwechselstörungen. Es ist in jedem Fall ratsam, gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt den Nutzen und die möglichen Risiken der Interferontherapie abzuwägen. Zu bedenken ist, dass eine unbehandelte Hepatitis C erhebliche langfristige Folgen nach sich zieht, während die meisten Nebenwirkungen der Therapie zeitlich begrenzt sind. Weiterlesen: Hepatitis C: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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