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Hepatitis B

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. September 2013)

Kaum eine Infektionskrankheit ist häufiger als Hepatitis B: Etwa jeder dritte Mensch auf der ganzen Welt ist mit dem ursächlichen Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert. Die Folgen sind sehr unterschiedlich; meist geht die akute Infektion aber von selbst zurück.

Die Hepatitis B ist eine meldepflichtige, ansteckende Leberentzündung. Die Übertragung der Hepatitis-B-Viren erfolgt über das Blut oder andere Körperflüssigkeiten wie Sperma. Ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis B anzustecken, hat zum Beispiel:

  • wer viele Sexualpartner hat und keine Kondome verwendet,
  • wer häufigen Kontakt mit Blut oder Blutprodukten hat,
  • wer verunreinigte Spritzen verwendet (z.B. bei Drogenabhängigkeit),
  • wer häufig Bluttransfusionen erhält und
  • wer sich einer Dialyse unterzieht.

In Deutschland entsteht die Hepatitis B meistens durch sexuelle Übertragung – entsprechend gilt die Leberentzündung als Geschlechtskrankheit. Am zweithäufigsten kommt es in Wohngemeinschaften, in denen ein Mitglied das Hepatitis-B-Virus in sich trägt, durch Haushaltskontakte zur Ansteckung.

Die Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen: Ein Drittel aller akuten Hepatitis-B-Infektionen verläuft ohne Beschwerden und bleibt dann oft unerkannt. In den anderen Fällen treten spätestens sechs Monate nach der Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus zunächst allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit auf; dann kann sich eine Gelbsucht entwickeln. In bis zu zehn Prozent der Fälle entwickelt sich aus der akuten Infektion eine chronische Hepatitis B, die schwerwiegende Folgen (wie Leberzirrhose, Leberkrebs) haben kann.

Die gegen eine Hepatitis B eingesetzte Therapie hängt vor allem davon ab, ob die Infektion akut oder chronisch ist:

  • Bei einer akuten Hepatitis B ist eine auf die Symptome ausgerichtete Behandlung (z.B. mit Bettruhe und Verzicht auf Alkohol) in der Regel ausreichend: Meist stellt sich die Heilung dann von selbst ein.
  • Bei einer chronischen Hepatitis B kommen zur Therapie Interferon Alpha und spezielle Mittel gegen Viren (sog. Virostatika) zum Einsatz.

Hepatitis: Video

Zur Vorbeugung sind die Hepatitis-B-Impfung für alle Kinder (schon im Säuglingsalter) und für Erwachsene mit erhöhten Ansteckungsrisiko sowie allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (wie Schutz vor Blutkontakt, Verwendung von Kondomen) empfehlenswert.






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