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Hepatitis B

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. November 2014)

Kaum eine Infektionskrankheit ist häufiger als Hepatitis B: Etwa jeder dritte Mensch auf der ganzen Welt ist mit dem ursächlichen Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert. Die Folgen sind sehr unterschiedlich; meist geht die akute Infektion aber von selbst zurück.

Die Hepatitis B ist eine meldepflichtige, ansteckende Leberentzündung. Die Übertragung der Hepatitis-B-Viren erfolgt über das Blut oder andere Körperflüssigkeiten wie Sperma. Ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis B anzustecken, hat zum Beispiel:

  • wer viele Sexualpartner hat und keine Kondome verwendet,
  • wer häufigen Kontakt mit Blut oder Blutprodukten hat,
  • wer verunreinigte Spritzen verwendet (z.B. bei Drogenabhängigkeit),
  • wer häufig Bluttransfusionen erhält und
  • wer sich einer Dialyse unterzieht.

In Deutschland entsteht die Hepatitis B meistens durch sexuelle Übertragung – entsprechend gilt die Leberentzündung als Geschlechtskrankheit. Am zweithäufigsten kommt es in Wohngemeinschaften, in denen ein Mitglied das Hepatitis-B-Virus in sich trägt, durch Haushaltskontakte zur Ansteckung.

Die Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen: Ein Drittel aller akuten Hepatitis-B-Infektionen verursacht keine Beschwerden und bleibt dann oft unerkannt. In den anderen Fällen treten spätestens sechs Monate nach der Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus zunächst allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit auf; dann kann sich eine Gelbsucht entwickeln.

In bis zu zehn Prozent der Fälle geht die akute Infektion in eine chronische Hepatitis B über, die schwerwiegende Folgen haben kann: Weltweit entstehen jede dritte Leberzirrhose und mehr als jeder zweite Leberkrebs durch eine chronische HBV-Infektion.

Wie eine Hepatitis B zu behandeln ist, hängt vor allem davon ab, ob die Infektion akut oder chronisch verläuft:

  • Bei einer akuten Hepatitis B reicht in der Regel eine auf die Symptome ausgerichtete Behandlung (z.B. mit Bettruhe und Verzicht auf Alkohol) aus: Meist stellt sich die Heilung dann von selbst ein.
  • Bei einer chronischen Hepatitis B kommen zur Therapie Interferon Alpha und spezielle Mittel gegen Viren (sog. Virostatika) zum Einsatz.

Hepatitis: Video

Zur Vorbeugung sind die Hepatitis-B-Impfung für alle Kinder (schon im Säuglingsalter) und für Erwachsene mit erhöhten Ansteckungsrisiko sowie allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (wie Schutz vor Blutkontakt, Verwendung von Kondomen) empfehlenswert.






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