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Stand: 6. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Fettleber (Steatosis hepatis) entsteht, wenn der Körper mehr Fette bildet oder erhält, als er abbauen kann: Dann lagern sich die Fette in den Zellen der Leber ein. In den westlichen Industrieländern haben viele Menschen infolge der hier vorherrschenden Lebensgewohnheiten eine verfettete Leber. Dies lässt sich durch einfache Maßnahmen meist rückgängig machen.
In den westlichen Industrieländern hat die Fettleber ihre Ursachen vor allem in Übergewicht (Adipositas), Diabetes mellitus und Alkoholismus. Auch durch bestimmte Medikamente, Gifte (z.B. Pilzgifte) und Mangelernährung kann sich eine Steatosis hepatis ausbilden. Eine besondere Form stellt die schwangerschaftsbedingte Fettleber dar. In einzelnen Fällen bleibt die Ursache für die Leberverfettung auch im Dunkeln.
Eine reine Fettleber verursacht meist keine Symptome; manchmal löst die Fettleber ein leichtes Druck- oder Völlegefühl im rechten Oberbauch aus. Erst wenn die Steatosis hepatis in eine Fettleberentzündung (sog. Fettleberhepatitis bzw. Steatohepatitis) übergeht, können stärkere Beschwerden auftreten: Je nach Ursache der Leberverfettung sind dann zum Beispiel heftigere Schmerzen auf der rechten Bauchseite, Fieber, Übelkeit, Appetitlosigkeit und eine gelbe Haut (Ikterus) möglich.
Um eine Fettleber zu diagnostizieren, reichen die Krankengeschichte der Betroffenen, die Befunde der körperlichen Untersuchung, bestimmte Laborwerte und eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchs in der Regel aus. Um in unklaren Fällen die Ursachen der Steatosis hepatis zu ermitteln, ist es jedoch notwendig, über eine Leberpunktion Gewebe zu entnehmen und zu untersuchen (sog. Leberbiopsie).
Durch spezielle Medikamente kann man die Fettleber nicht heilen. Die Therapie der Fettleber besteht darin, die Grunderkrankung zu behandeln, die Auslöser der Leberverfettung zu vermeiden und die Lebensgewohnheiten zu verändern. Das bedeutet im Wesentlichen – je nach Ursache der Fettleber: Ernährung umstellen und abnehmen, auf Alkohol verzichten und die leberschädigenden Gifte meiden. Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen bilden sich ebenso wie eine leichte alkoholbedingte Fettleber durch entsprechende Behandlung meist zurück. Ohne Gegenmaßnahmen schreitet aber vor allem die alkoholbedingte Steatosis hepatis häufig über die Fettleberentzündung bis zur Leberzirrhose fort.
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