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Leberzirrhose

Stand: 21. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Leberzirrhose ist ein weit fortgeschrittenes Stadium oder Endstadium verschiedener Lebererkrankungen, in deren Verlauf die Leberstruktur zunehmend zerstört ist. Wegen der stetigen Schädigung des Lebergewebes verhärtet die Leber zunehmend, vernarbt und schrumpft. Dieser auch als Schrumpfleber bezeichnete Zustand ist in der Regel nicht umkehrbar.

Eine Leberzirrhose kann die unterschiedlichsten Ursachen haben:

  • Am häufigsten (in mehr als der Hälfte aller Fälle) entsteht die Leberzirrhose durch übermäßigen Konsum von Alkohol.
  • Weitere häufige Auslöser sind durch Viren bedingte Entzündungen der Leber wie die Hepatitis B, C oder D.
  • In seltenen Fällen tritt die Leberzirrhose zum Beispiel auch im Rahmen von erblichen Stoffwechselerkrankungen auf wie bei:
  • Auch Schädigungen der Leber durch Medikamente oder Chemikalien sind mögliche Ursachen für Leberzirrhosen.

Bei einer Leberzirrhose können die Symptome sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein oder sogar fehlen. Als typische Anzeichen der Leberzirrhose gelten Allgemeinsymptome wie:

Der Arzt tastet den Bauch eines Patienten ab

Oft verursacht eine Leberzirrhose zudem ein Druck- oder Völlegefühl im Bereich oberhalb des Bauchnabels. Zusätzlich können die sogenannten Leberhautzeichen auftreten, die sich unter anderem durch punktförmige, rote Gefäßknötchen (Gefäßspinnen), rot gefärbte Daumen- und Kleinfingerballen (Palmarerythem) und knallrote, glänzende Lippen und Zunge (sog. Lacklippen und Lackzunge) bemerkbar machen. Eine gelbliche Verfärbung des Augenweiß und der Haut (Gelbsucht bzw. Ikterus) zählt nicht zu den klassischen Hautzeichen der Leberzirrhose und tritt in der Regel erst auf, wenn die Leber nicht mehr ausreichend funktioniert.

Eine Leberzirrhose kann man mithilfe einer klinischen Untersuchung (Tasten der Leber und der Milz), Labortests und einer Ultraschalluntersuchung feststellen. Zudem sind zur Diagnose Informationen zu Beruf, Lebensgewohnheiten und Medikamenteneinnahme hilfreich. Daraus ergeben sich mögliche Risikofaktoren für eine Lebererkrankung. Um die genaue Ursache der Leberzirrhose zu ermitteln, kommen mitunter spezielle Diagnoseverfahren zum Einsatz.

Der Schweregrad der Leberzirrhose bemisst sich nach dem Child-Pugh-Score, auch Child-Pugh-Klassifikation genannt. Sie ermöglicht es, die Leberfunktion zu bewerten und eine Prognose zur Leberzirrhose zu erstellen: Das Ergebnis Child A hat die beste, Child C die schlechteste Prognose.

Die gegen eine Leberzirrhose eingesetzte Therapie umfasst Allgemeinmaßnahmen wie den Verzicht auf leberschädigende Substanzen (Alkohol, bestimmte Medikamente) und richtet sich darüber hinaus nach der genauen Ursache der Erkrankung.

Weiterlesen: Leberzirrhose: Definition

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