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Hausstauballergie (Hausstaubmilben­allergie)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (18. August 2014)

Etwa jeder zehnte Bewohner Deutschlands hat eine Hausstauballergie – besser gesagt: eine Hausstaubmilbenallergie, denn nicht der Hausstaub verursacht die Allergie, sondern die darin lebenden Milben. Der eigentliche Allergieauslöser (das sog. Allergen) stammt aus dem Kot der Hausstaubmilben.

Die Hausstauballergie gehört neben Heuschnupfen also zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Während Pollenallergiker außerhalb der Pollenflugsaison aufatmen können, ruft die Hausstaubmilbenallergie ganzjährig allergische Symptome hervor, weil die Allergenbelastung durch Hausstaub ständig besteht (da man Hausstaub bzw. Milben kaum vermeiden kann).

Im Winter macht sich die Hausstauballergie aber stärker bemerkbar: Dann sterben viele Hausstaubmilben durch das Heizen der Wohnräume und zerfallen, was Unmengen an Allergenen freisetzt.

Die für eine Hausstauballergie typischen Symptome sind:

  • tränende oder juckende Augen
  • Husten
  • allergischer Schnupfen (Fließschnupfen)
  • Niesanfälle
  • allergische Reaktionen der Haut (wie Schwellungen und Rötungen)

Bei einer schweren Hausstauballergie können auch Atemnot und allergisches Asthma bronchiale auftreten. Zur Therapie der Hausstaubmilbenallergie ist es wichtig, den Kontakt zum Auslöser der Allergie so weit wie möglich zu vermindern – das bedeutet vor allem:

  • die Hausstaubmilben bekämpfen und
  • regelmäßig den Hausstaub beseitigen.

Die erste Maßnahme gegen die Hausstauballergie besteht darin, das Bett zu sanieren (d.h. die Belastung durch Milben im Bett zu senken), da Hausstaubmilben besonders in regelmäßig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vorfinden. Wenn ein Haushaltsmitglied eine Hausstauballergie hat, ist es beispielsweise ratsam,

  • alle Matratzen mit einem allergendichten Matratzenbezug (sog. Encasing) aus wasserdampfdurchlässigem Material zu überziehen und
  • für das Bettzeug milbendichte beziehungsweise allergendichte Allergiker-Bettwäsche zu verwenden oder es regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen.

Daneben stehen als Mittel gegen akute Symptome der Hausstauballergie schnell wirkende Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren zur Verfügung. Wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen, um das Leben mit der Hausstaubmilbenallergie erträglich zu machen, kommt (v.a. bei Kindern sowie bei noch nicht lange bestehender Allergie) eine Hyposensibilisierung gegen die im Hausstaub enthaltenen Allergieauslöser infrage.






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