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Hausstauballergie (Hausstaubmilben­allergie)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (18. April 2013)

Sie gehört neben Heuschnupfen zu den häufigsten Allergien in Deutschland: die Hausstauballergie – oder besser Hausstaubmilbenallergie, denn die Betroffenen reagieren allergisch auf im Hausstaub lebende Milben. Der eigentliche Auslöser der Allergie (das sog. Allergen) stammt aus dem Kot der Hausstaubmilben.

Etwa jeder Zehnte in Deutschland hat eine Hausstauballergie. Anders als eine Pollenallergie ruft die Hausstaubmilbenallergie ganzjährig allergische Symptome hervor, weil die Allergenbelastung durch Hausstaub ständig besteht (da man Hausstaub bzw. Milben kaum vermeiden kann). Im Winter ist die Hausstauballergie aber stärker: Dann sterben viele Hausstaubmilben durch das Heizen der Wohnräume und zerfallen, was Unmengen an Allergenen freisetzt.

Die für eine Hausstauballergie typischen Symptome sind:

Bei einer schweren Hausstauballergie können auch Atemnot und allergisches Asthma bronchiale auftreten. Die gegen eine Hausstaubmilbenallergie eingesetzte Therapie hat vor allem zum Ziel, die Hausstaubmilben zu bekämpfen und den Hausstaub regelmäßig zu beseitigen, um den Kontakt zum Auslöser der Allergie so weit wie möglich zu vermindern.

Die erste Maßnahme zur Hausstauballergie-Behandlung besteht darin, das Bett zu sanieren, da Hausstaubmilben besonders in regelmäßig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vorfinden. Wenn ein Haushaltsmitglied eine Hausstauballergie hat, ist es beispielsweise ratsam,

  • alle Matratzen mit einem allergendichten Matratzenbezug, einem sogenannten Encasing, aus wasserdampfdurchlässigem Material zu überziehen und
  • für das Bettzeug milbendichte beziehungsweise allergendichte Bezüge zu verwenden oder es regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen.

Als Mittel gegen akute Symptome der Hausstauballergie stehen schnell wirkende Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren zur Verfügung. Wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen, um das Leben mit der Hausstaubmilbenallergie erträglich zu machen, kommt (v.a. bei Kindern sowie bei noch nicht lange bestehender Allergie) eine Desensibilisierung beziehungsweise Hyposensibilisierung gegen die im Hausstaub enthaltenen Allergieauslöser infrage.






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