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Hausstauballergie (Hausstaubmilben­allergie) : Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Oktober 2015)

Bei einer Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) besteht die Therapie in der Regel zunächst darin, den Kontakt zum Auslöser der Allergie weitestgehend zu verringern. Das bedeutet: Hausstaubmilben bekämpfen und Hausstaub beseitigen!

Zwar können Sie Hausstaub nicht völlig vermeiden und auch keine milbenfreie Wohnung erreichen. Bei bestehender Hausstauballergie ist es dennoch ratsam, gegen die Milben vorzugehen und so einen möglichst milben- und allergenarmen Wohnraum zu schaffen. In Apotheken ist ein Milbentest erhältlich, mit dem Sie den Grad der Milbenbelastung selbst ermitteln können.

Hausstaubmilben finden besonders in regelmäßig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vor. Darum ist es bei einer Hausstaubmilbenallergie sinnvoll, zunächst das Bett zu sanieren – also die Belastung durch Milben im Bett zu senken. Wenn jemand in Ihrem Haushalt eine Hausstauballergie hat, ist dazu Folgendes empfehlenswert:

  • Alle Matratzen mit einem allergendichten Matratzenbezug (sog. Encasing) aus wasserdampfdurchlässigem Material überziehen.
  • Für das Bettzeug entweder milbendichte beziehungsweise allergendichte Allergiker-Bettwäsche besorgen oder es regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.
  • (Alternativ sind bei einer Hausstauballergie Bettwaren hilfreich, die mit Substanzen aus dem Neembaum (Azadirachtinen) behandelt sind, welche die Fortpflanzung der Milben behindern.)

Außerdem können Milbenspray, Pulver und Waschmittelzusätze bei einer Hausstauballergie zum Einsatz kommen, um die vorhandenen Milben zu bekämpfen. Die Anwendung dieser Mittel gegen Milben ist bei einer Hausstaubmilbenallergie aber nur in extremen Einzelfällen sinnvoll.

Neben dem Bett sind auch Teppichböden gute Rückzugsorte für Hausstaubmilben (außer bei Fußbodenheizungen: die vertragen Milben gar nicht). Andererseits wirbelt allergenbelasteter Hausstaub bei glatten Böden noch stärker auf als bei kurzflorigen Teppichböden. Daher ist bei einer Hausstaubmilbenallergie zwar nicht unbedingt die Art des Fußbodens ausschlaggebend, sondern dessen richtige Pflege: Wenn Sie oder in Ihrem Haushalt lebende Personen eine Hausstauballergie haben, sind statt Teppich nur dann glatte Böden wie Parkett oder Laminat empfehlenswert, wenn Sie diese sehr häufig – möglichst täglich – feucht wischen.

Sollten die Maßnahmen gegen die Hausstaubmilben nicht ausreichen, um die Hausstauballergie in den Griff zu bekommen, kann Ihnen möglicherweise eine Therapie weiterhelfen, die auf Ihr Immunsystem abzielt und dessen überschießende Reaktion auf die Allergene verringern soll: die (oft auch Desensibilisierung genannte) Hyposensibilisierung gegen im Hausstaub enthaltene Allergieauslöser. Die abmildernde Wirkung auf die Hausstaubmilbenallergie kann nach Abschluss der Behandlung (die etwa 3 Jahre dauert) noch jahrelang anhalten.

Sowohl Erwachsene als auch Kinder, die sich wegen einer Hausstauballergie einer Hyposensiblisierung unterziehen, haben gute Chancen, dass sie nach der Therapie weniger allergische Beschwerden entwickeln und weniger Medikamente benötigen, sodass sich ihre Lebensqualität insgesamt bessert.

Gegen akute Symptome der Hausstauballergie ist eine Therapie mit schnell wirkenden Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren geeignet. Um allergische Reaktionen der Haut bei einer Hausstaubmilbenallergie zu lindern, können außerdem spezielle Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Dexpanthenol, Urea, Sanddorn oder Aloe vera hilfreich sein.



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