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Hausstauballergie (Hausstaubmilben­allergie) : Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (18. August 2014)

Bei einer Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) besteht die Therapie in erster Linie darin, den Kontakt zum Auslöser der Allergie weitestgehend zu vermindern. Das bedeutet: Hausstaubmilbe bekämpfen und Hausstaub beseitigen!

Zwar können Sie Hausstaub nicht völlig vermeiden und auch keine milbenfreie Wohnung erreichen. Bei bestehender Hausstauballergie ist es dennoch wichtig, gegen die Milben vorzugehen und so einen möglichst milben- und allergenarmen Wohnraum zu schaffen. In Apotheken ist ein Milbentest erhältlich, mit dem Sie den Grad der Milbenbelastung selbst ermitteln können.

Hausstaubmilben finden besonders in regelmäßig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vor. Darum ist es bei einer Hausstaubmilbenallergie für eine erfolgreiche Therapie wichtig, zunächst das Bett zu sanieren – also die Belastung durch Milben im Bett zu senken. Wenn jemand in Ihrem Haushalt eine Hausstauballergie hat, ist dazu Folgendes empfehlenswert:

  • Alle Matratzen mit einem allergendichten Matratzenbezug (sog. Encasing) aus wasserdampfdurchlässigem Material überziehen!
  • Für das Bettzeug entweder milbendichte beziehungsweise allergendichte Allergiker-Bettwäsche besorgen oder es regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen!
  • (Alternativ sind bei einer Hausstauballergie Bettwaren hilfreich, die mit Substanzen aus dem Neembaum (Azadirachtinen) behandelt sind, welche die Fortpflanzung der Milben behindern.)

Außerdem können Milbenspray, Pulver und Waschmittelzusätze können bei einer Hausstauballergie zum Einsatz kommen, um die vorhandenen Milben zu bekämpfen. Die Anwendung dieser Mittel gegen Milben ist bei einer Hausstaubmilbenallergie aber nur in extremen Einzelfällen sinnvoll.

Neben dem Bett sind auch Teppichböden gute Rückzugsorte für Hausstaubmilben (außer bei Fußbodenheizungen: die vertragen Milben gar nicht). Andererseits wirbelt allergenbelasteter Hausstaub bei glatten Böden noch stärker auf als bei kurzflorigen Teppichböden. Daher ist bei einer Hausstaubmilbenallergie für die Therapie zwar nicht unbedingt die Art des Fußbodens wichtig, sondern dessen richtige Pflege: Wenn Sie oder in Ihrem Haushalt lebende Personen eine Hausstauballergie haben, sind statt Teppich nur dann glatte Böden wie Parkett oder Laminat empfehlenswert, wenn Sie diese sehr häufig – möglichst täglich – feucht wischen.

Sollten die Maßnahmen gegen die Hausstaubmilben nicht ausreichen, um die Hausstaubmilbenallergie in den Griff zu bekommen, kann Ihnen möglicherweise eine Therapie weiterhelfen, die auf Ihr Immunsystem abzielt und dessen überschießende Reaktion auf die Allergene verringern soll: die (oft auch Desensibilisierung genannte) Hyposensibilisierung gegen im Hausstaub enthaltene Allergieauslöser. Die abmildernde Wirkung auf die Hausstauballergie kann nach Abschluss der Behandlung (die etwa 3 Jahre dauert) noch jahrelang anhalten.

Besonders gut geeignet ist die Hyposensibilisierung gegen eine Hausstaubmilbenallergie bei Kindern (ab 6 Jahren) und bei erst seit kurzem bestehender Allergie.

Gegen akute Symptome der Hausstauballergie ist eine Therapie mit schnell wirkenden Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren geeignet. Um allergische Reaktionen der Haut bei einer Hausstaubmilbenallergie zu lindern, können zur außerdem spezielle Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Dexpanthenol, Urea, Sanddorn oder Aloe Vera hilfreich sein.






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