Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie)

Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) : Therapie

Stand: 28. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die gegen eine Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) eingesetzte Therapie zielt in erster Linie darauf ab, den Kontakt zum Auslöser der Allergie weitestgehend zu vermindern. Das bedeutet: Hausstaubmilbe bekämpfen und Hausstaub beseitigen. Eine absolut staubfreie und milbenfreie Wohnung ist zwar nie zu erreichen. Bei bestehender Hausstauballergie ist es dennoch wichtig, gegen die Milben vorzugehen und so einen möglichst milben- und allergenarmen Wohnraum zu schaffen. In Apotheken ist ein Milbentest erhältlich, mit dem Sie den Grad der Milbenbelastung selbst ermitteln können.

Bei einer Hausstaubmilbenallergie besteht der erste Schritt zur Therapie darin, das Bett zu sanieren, da die Milben, welche die Hausstauballergie auslösen, besonders in regelmäßig genutzten Matratzen ideale Lebensbedingungen vorfinden. Wenn Sie eine Hausstauballergie haben, überziehen Sie am besten alle Matratzen in Ihrem Haushalt mit einem allergendichten Matratzenüberzug, einem sogenannten Encasing, aus wasserdampfdurchlässigem Material. Daneben ist es empfehlenswert, für das Bettzeug entweder ebenfalls milbendichte beziehungsweise allergendichte Bezüge zu besorgen oder es regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Als Alternative können Sie sich Bettwaren besorgen, die mit Substanzen aus dem Neembaum (Azadirachtinen) behandelt sind, welche die Fortpflanzung der Milben behindern.

Außerdem stehen zur Behandlung der Hausstauballergie Milbenspray, Pulver und Waschmittelzusätze zur Verfügung, mit denen Sie die vorhandenen Milben bekämpfen können. Die Anwendung dieser Mittel ist aber nur in extremen Einzelfällen sinnvoll.

Wenn Sie oder in Ihrem Haushalt lebende Personen eine Hausstauballergie haben, sind glatte Böden wie Parkett oder Laminat statt Teppich nur dann empfehlenswert, wenn Sie sie sehr häufig – möglichst täglich – wischen, da der allergenbelastete Hausstaub bei glatten Böden noch stärker aufwirbelt als bei kurzflorigen Teppichböden.

Sollten die Maßnahmen gegen die Hausstaubmilben nicht ausreichen, um die Hausstaubmilbenallergie ausreichend zu bekämpfen, kann Ihnen möglicherweise eine Therapie weiterhelfen, die auf Ihr Immunsystem abzielt und dessen überschießende Reaktion auf die Allergene verringern soll: die Hyposensibilisierung. Gegen akute Symptome der Hausstauballergie können Sie schnell wirkende Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren einsetzen. Spezielle Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Dexpanthenol, Urea, Sanddorn oder Aloe Vera können außerdem hilfreich sein, um allergische Reaktionen der Haut zu lindern.

Weiterlesen: Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) : Verlauf

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