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Harnwegsinfekt

Harnwegsinfekt: Verlauf

Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem unkomplizierten Harnwegsinfekt, der besonders bei Frauen häufig auftritt, ist der Verlauf risikolos. In etwa 80 Prozent der Fälle heilt eine behandelte Harnwegsinfektion folgenlos aus. Nach kurzzeitiger Behandlung mit Antibiotika können die typischen Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang oder Schmerzen im Unterbauch zwar noch zwei bis drei Tage fortbestehen, da nach der Beseitigung der Erreger die Entzündungsreaktionen im Körper erst abklingen müssen. In der Regel verschwinden sie dann aber völlig.

Wenn im Verlauf der Therapie Schmerzen im Flankenbereich und Fieber auftreten, liegt womöglich ein komplizierter Harnwegsinfekt unter Beteiligung des Nierenbeckens (Nierenbeckenentzündung) vor. In diesem Fall ist eine intensivere Behandlung notwendig. Gleiches gilt meist für eine Harnwegsinfektion bei Männern, Kindern und schwangeren Frauen: Auch hier ist von einem schwereren Harnwegsinfekt auszugehen, der eine längere und intensivere Behandlung erfordert.

Ein Harnwegsinfekt kehrt in etwa einem Fünftel der Fälle trotz erfolgter Behandlung ständig wieder (wiederkehrende oder rezidivierende Harnwegsinfekte). Die Ursache für den wiederkehrenden Verlauf ist oft nicht erkennbar. Daher sind Maßnahmen, mit denen sich einem Harnwegsinfekt vorbeugen lässt, besonders ratsam.

Weiterlesen: Harnwegsinfekt: Vorbeugen

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