Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Bei Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) besteht die Therapie darin, den Tumor durch eine Operation zu entfernen. Zusätzlich kann (vor oder nach der Operation) eine Strahlentherapie (mit oder ohne Chemotherapie) gegen den Krebs zum Einsatz kommen.

Bei einem kleineren Harnröhrentumor, der nicht in die Umgebung eingewachsen ist, kann es ausreichen, die Harnröhre teilweise oder vollständig zu entfernen. Im fortgeschrittenen Stadium von Harnröhrenkrebs ist zur erfolgreichen Therapie ein größerer chirurgischer Eingriff erforderlich: Hierbei muss der Operateur, je nach Ausdehnung des Tumors, unter Umständen auch die Harnblase entfernen. Anschließend ist es jedoch möglich, die entfernte Blase aus Darmteilen nachzubilden. Falls es durch ein Harnröhrenkarzinom notwendig ist Teile des Penis zu entfernen, besteht auch hier die Möglichkeit das männliche Glied durch plastische Operationen nachzubilden.

Vor der Operation kann bei Harnröhrenkrebs zusätzlich eine sogenannte neoadjuvante Therapie zum Einsatz kommen: Dies bedeutet, dass man mit einer Strahlentherapie oder Chemotherapie versucht, den Harnröhrentumor zu verkleinern. Auch im Anschluss an die Operation erfolgt beim Harnröhrenkarzinom oft eine Strahlentherapie, um verbliebene Krebszellen abzutöten. Eine Chemotherapie ist dann ebenfalls möglich. Dabei kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die auf Krebszellen giftig wirken. Die Chemotherapie ist mit der Strahlentherapie kombinierbar.


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