Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Metastasen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Ein Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) breitet sich zunächst örtlich begrenzt aus, indem er die Wände der Harnröhre durchdringt und in benachbartes Gewebe einwächst. Entsprechend treten als erste Symptome der Krebserkrankung Blut im Urin, Beschwerden nach dem Geschlechtsverkehr und Probleme beim Wasserlassen auf. Der Harnröhrentumor kann aber auch Absiedelungen beziehungsweise Tochtergeschwulste (sog. Metastasen) in den Lymphknoten der Umgebung bilden. In welchen Lymphknoten solche Lymphknotenmetastasen auftreten, hängt von der Lage des Tumors ab:

  • Ein Harnröhrenkrebs im vorderen Anteil der Harnröhre bildet überwiegend Metastasen in den Lymphknoten der Leiste.
  • Ein Tumor im hinteren Anteil der Harnröhre befällt eher die Beckenlymphknoten.

Siedelt sich der Harnröhrenkrebs in die Lymphknoten der Leiste und im Becken ab, kann der Lymphabfluss aus den Beinen beeinträchtigt sein. In der Folge staut sich die Lymphe, Oberschenkel und Füße schwellen an und ein Lymphödem entsteht.

Schreitet der Harnröhrenkrebs weiter fort, bilden sich weiter entfernt gelegene Metastasen (sog. Fernmetastasen); diese befinden sich vor allem in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Metastasen können je nach Ort und Größe weitere Symptome verursachen.


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