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Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom)

Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Symptome

Stand: 14. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) löst in seinem Verlauf unterschiedliche Symptome aus. Erstes Anzeichen für die Krebserkrankung der Harnröhre ist in der Regel Blut im Urin (Hämaturie). Ist das aus der Harnröhre stammende Blut mit bloßem Auge zu erkennen, bezeichnet man das Symptom als Makrohämaturie; bei geringen (nicht sichtbaren) Blutmengen spricht man von Mikrohämaturie. Dieses Symptom kann vor allem dann auf einen Tumor der Harnröhre hinweisen, wenn die Blutungen beim Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.

Wenn der Harnröhrentumor so groß ist, dass er eine Verengung der Harnröhre verursacht, kommen weitere Symptome hinzu: Dann können beim Harnröhrenkrebs auch

auftreten. Später kommt es bei Harnröhrenkrebs zu einer starken Gewichtsabnahme. Die Betroffenen schwitzen nachts verstärkt. Als zusätzliche Symptome eines fortgeschrittenen Harnröhrenkarzinom-Stadiums bilden sich eitrige Entzündungsherde (Abszesse) und krankhafte Gangverbindungen (Fisteln).

Metastasen

Ein Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) breitet sich zunächst örtlich begrenzt aus, indem er die Wände der Harnröhre durchdringt und in benachbartes Gewebe einwächst. Entsprechend treten als erste Symptome der Krebserkrankung auch Blut im Urin, Beschwerden nach dem Geschlechtsverkehr und Probleme beim Wasserlassen auf. Der Harnröhrentumor kann auch Absiedelungen beziehungsweise Tochtergeschwülste (Metastasen) in den Lymphknoten der Umgebung bilden (sog. Lymphknotenmetastasen). Welche Lymphknoten betroffen sind, hängt von der Lange des Tumors ab:

  • Ein Harnröhrenkrebs im vorderen Anteil der Harnröhre bildet überwiegend Metastasen in den Lymphknoten der Leiste.
  • Ein Tumor im hinteren Anteil der Harnröhre befällt eher die Beckenlymphknoten.

Siedelt sich der Harnröhrenkrebs in die Lymphknoten der Leiste und im Becken ab, kann der Lymphabfluss aus den Beinen behindert sein. In der Folge führen die Metastasen zu einem Lymphödem, dessen Symptome in Form einer Schwellung vom Oberschenkel bis zu den Füßen reichen können.

Der Harnröhrenkrebs bildet erst später weiter entfernt gelegene Metastasen (sog. Fernmetastasen); dies geschieht vor allem in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Metastasen können je nach Ort und Größe weitere Symptome verursachen.

Weiterlesen: Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Diagnose

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