Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Bei Verdacht auf Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer körperlichen Untersuchung durch den Gynäkologen oder Urologen: Einen Tumor in der Mündung der Harnröhre kann der Arzt dabei häufig als Ausstülpung erkennen. Tumoren im Bereich des harnblasennahen Abschnitts können bei der Frau zu einer Vorwölbung der Scheidenschleimhaut führen. In manchen Fällen kann der Arzt den Tumor in der Harnröhre auch ertasten.

Um die Diagnose bei Harnröhrenkrebs zu sichern, eignet sich eine Spiegelung (Endoskopie) der Harnröhre unter örtlicher Betäubung oder Narkose: Diese Harnröhrenspiegelung (bzw. Urethroskopie) ermöglicht es bei beiden Geschlechtern, auch einen nahe an der Blase liegenden Harnröhrenkrebs zu erkennen. Im Rahmen der Untersuchung kann der Arzt sofort eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Tumor entnehmen, um diese anschließend unter dem Mikroskop zu untersuchen (sog. Biopsie). Die Harnröhrenspiegelung mit Biopsie gibt Aufschluss über die Art, das Stadium, die Größe und die Eindringtiefe des Tumors.

Um festzustellen, ob das Harnröhrenkarzinom Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat, ist zur weiteren Diagnose eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) sinnvoll, mit deren Hilfe der Arzt die Lymphknoten der Leiste und die Beckenregion auf auffällige Veränderungen überprüfen kann. Krebszellen in den Lymphknoten lassen sich allerdings nur durch eine feingewebliche Untersuchung unter dem Mikroskop sicher nachweisen. Noch genauer kann man die Ausbreitung von Harnröhrenkrebs mithilfe einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) bestimmen.


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