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Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom)

Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Definition

Stand: 14. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) ist eine bösartig wachsende Zellwucherung (Karzinom), die von der Harnröhre (Urethra) ausgeht. Man bezeichnet diese seltene Krebserkrankung auch als auch Urethrakarzinom.

Anatomie

Die beim Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) betroffene Harnröhre (Urethra) beginnt unterhalb der Harnblase und leitet den Harn nach außen ab. Die Anatomie der Harnröhre weist zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede auf:

  • Die Harnröhre der Frau ist mit 2,5 bis 5 Zentimetern sehr kurz. Sie mündet im Vorhof der Scheide, die seitlich von den kleinen Schamlippen begrenzt ist.
  • Beim erwachsenen Mann erreicht die Harnröhre dagegen eine Länge von 20 bis 25 Zentimetern. Sie durchquert unmittelbar nach ihrem Ursprung aus der Harnblase die Prostata, wo die Samenleiter in die Harnröhre münden. Der längste Abschnitt der Harnröhre verläuft im Penis und mündet an der Eichel.

Die Harnröhre (Urethra) ist nicht mit dem Harnleiter (Ureter) zu verwechseln: Der Harnleiter leitet den Harn aus dem Nierenbecken in die Harnblase. Auch hier kann Krebs entstehen (Harnleiterkrebs bzw. Ureterkarzinom). In seiner Diagnostik, Therapie und Prognose unterscheidet er sich jedoch stark vom Harnröhrenkrebs.

Häufigkeit

Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom) tritt mit äußerst geringer Häufigkeit auf: Er macht nur etwa 0,3 Prozent aller Krebserkrankungen aus. Frauen bekommen etwa doppelt so häufig Harnröhrenkrebs wie Männer.

Je nach Altersgruppe ist die Häufigkeit von Harnröhrenkrebs unterschiedlich: Nur 25 Prozent der Menschen mit Harnröhrenkarzinom sind jünger als 50 Jahre. Bei den meisten betroffenen Frauen liegt die letzte Regelblutung schon länger zurück (d.h. der Harnröhrentumor tritt erst nach der Menopause auf).

Weiterlesen: Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom): Ursachen

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