Harnröhrenentzündung (Urethritis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Zur Diagnose einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung: Im Fall einer Urethritis ist die Harnröhrenöffnung häufig gerötet. Klagt der Betroffene zusätzlich über weißlichen bis grünlichen Ausfluss aus der Harnröhre (sog. Urethralfluor) sowie Schmerzen beim Wasserlassen, erhärtet sich der Verdacht auf eine Harnröhrenentzündung.

Um zu bestimmen, ob und welcher Erreger für die Harnröhrenentzündung verantwortlich ist, entnimmt der Arzt im nächsten Schritt einen Abstrich aus der Harnröhre. Der Abstrich erfolgt in der Regel mithilfe eines kleinen Drahtbügels, der sich am Ende eines bleistiftartigen Röhrchens befindet. Diesen Drahtbügel führt der Arzt ein kleines Stück in die entzündete Harnröhre ein. Anschließend kann er das Abstrichmaterial unter dem Mikroskop beurteilen und so gegebenenfalls erste Hinweise auf den Auslöser der Harnröhrenentzündung feststellen: Dünnflüssiges, glasiges Sekret weist auf Mykoplasmen, eitriges eher auf Gonokokken, Chlamydien oder Trichomonaden als Urethritis-Ursachen hin.

Um bei der Harnröhrenentzündung eine sichere Diagnose stellen zu können, ist es notwendig, im Labor die Erreger aus dem Sekret auf Nährböden anzuzüchten. Mithilfe spezieller Laborverfahren lässt sich die genaue Erregerart bestimmen.


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