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Hämorrhoiden: Behandlung und Vorbeugung

Vorbeugen

Stand: 20. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Beschwerden durch Hämorrhoiden können Sie nur zum Teil vorbeugen, da viele Faktoren – wie etwa eine angeborene Bindegewebsschwäche – an ihrer Entstehung beteiligt sind. Das Risiko, Hämorrhoiden zu bekommen, wird jedoch deutlich verringert, wenn Sie einen regelmäßigen und nicht zu harten Stuhlgang achten. Der Stuhlgang sollte weich, aber geformt sein. Dies können Sie mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erreichen, die viele Ballaststoffe enthält.

Ballaststoffe sind in vieler Hinsicht gesundheitsförderlich und können unter anderem einem trägen Darm vorbeugen. Ebenso wichtig ist es, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Mindestens 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es sein und zwar am besten Wasser, Kräuter- oder Früchtetees beziehungsweise Fruchsaftschorlen.

Regelmäßiger Stuhlgang bedeutet nicht zwangsläufig, dass er täglich erfolgen muss. Dies ist von Mensch zu Mensch verschieden. Alles im Bereich von zwei- bis dreimal am Tag bis zwei- bis dreimal in der Woche ist hier normal. Achten Sie darauf, dann zur Toilette zu gehen, wenn Sie Stuhldrang haben. Weder langes Aufschieben noch ein forcierter Gang zur Toilette sind hier förderlich. Stundenlanges Sitzen auf der Toilette sowie starkes Nachpressen sollten Sie ebenfalls vermeiden. Halten Sie bei Stuhldrang nicht stundenlang ein, sondern geben Sie Ihren Körpersignalen, soweit es geht, nach. Auch so können Sie vergrößerten Hämorrhoiden ein Stück weit vorbeugen.

Wer einen Beruf ausübt, bei dem man sich kaum bewegt und den ganzen Tag sitzt, sollte zum Ausgleich für ausreichende Bewegung in der Freizeit sorgen. Denn andauerndes Sitzen kann zu einem trägen Darm und einem Blutstau unterhalb der Hüfte führen und so die Entstehung von Hämorrhoiden fördern. Fahren Sie daher zum Beispiel regelmäßig Rad, gehen Sie spazieren oder schwimmen : So beeinflussen Sie nicht nur Ihre Darmbewegungen positiv, sondern auch alle anderen Körperfunktionen sowie Ihr persönliches Wohlbefinden. Ihren Beckenboden können Sie zusätzlich mit Beckenbodentraining speziell stärken.

Mit Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung vermeiden Sie auch Übergewicht, einen weiteren Risikofaktor für Hämorrhoiden. Ein hohes Körpergewicht belastet den Enddarm und erschwert dort den Blutkreislauf. Die Gefäße im Analbereich können sich dadurch weiten.

Und sollten doch einmal Beschwerden im Analbereich auftreten, zögern Sie nicht lange, sondern gehen Sie zum Arzt.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

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