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Hämorrhoiden: Therapie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (11. Dezember 2013)

Die Beschwerden bei vergrößerten Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden) können Sie dauerhaft lindern, wenn Sie im Laufe der Therapie einen weichen, geformten Stuhlgang erreichen, den Sie ohne Pressen entleeren können. Die Hämorrhoiden-Behandlung richtet sich zudem danach, wie stark die Beschwerden sind.

Verstopfung entgegenwirken

Sie können selbst viel tun, um vergrößerte Hämorrhoiden zu behandeln – ein paar Verhaltensweisen und Hausmittel können oft schon Linderung verschaffen. Einem zu harten Stuhlgang oder Verstopfung können Sie zum Beispiel durch folgende Maßnahmen entgegenwirken:

  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und ballaststoffreich und essen Sie viel Gemüse und Obst.
  • Vermeiden Sie blähende Speisen.
  • Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag.

Bei dauerhaften Verstopfungsbeschwerden hilft es in vielen Fällen, als Hausmittel täglich Weizenkleie mit viel Flüssigkeit einzunehmen.

Auf Analhygiene achten

Eine gründliche Analhygiene ist bei vergrößerten Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden) zur Behandlung wichtig, um die Beschwerden zu lindern. Sitzbäder und Umschläge mit Kamille können als Hausmittel gegen die Symptome hilfreich sein. Auf Seife, feuchte Tücher oder Kosmetika sollten Sie lieber verzichten, um die Analregion nicht zusätzlich zu reizen, was die Hämorrhoiden-Behandlung erschwert.

Bei leichten Beschwerden

Leichtere Beschwerden durch Hämorrhoiden kann man meist erfolgreich mit Salbe oder Zäpfchen behandeln. Einige Produkte enthalten Kortison, andere werden auf Basis eines natürlichen Wirkkomplexes aus inaktivierten Mikroorganismen, dem Zusatz von Lidocain zur akuten Schmerzlinderung oder auch mit Hamamelis hergestellt. Diese Präparate gegen Hämorrhoiden kann man zur Behandlung ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Sie lindern die Entzündung, bekämpfen akute Schmerzen und stillen den Juckreiz. Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn Hautreizungen durch die Hämorrhoiden auftreten, sollten Sie diese Salben und Zäpfchen allerdings nicht unkontrolliert und dauerhaft ohne Rücksprache und Behandlung durch den Arzt anwenden.

Seit dem 5. Mai 2010 sind Medikamente mit dem Wirkstoff Bufexamac in Apotheken nicht mehr erhältlich. Bufexamac ruft Nebenwirkungen hervor, die den Symptomen der ursächlichen Beschwerden so sehr gleichen, dass sie gar nicht als Nebenwirkungen erkannt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte kam deshalb zu dem Schluss, dass die Hämorrhoiden-Behandlung mit Bufexamac-haltigern Arzneimitteln nicht vertretbar ist. Die Zulassung wurde wegen des erhöhten Risikos von Kontaktekzemen widerrufen.

Bei stärkeren Beschwerden

Rufen vergrößerte Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden) stärkere Symptome hervor, reichen Salben zur Behandlung nicht mehr aus. Es kommen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung in Betracht. Hämorrhoiden der Grade I und II können mit der sogenannten Sklerosierungstechnik verödet werden. Hierbei spritzt der Arzt an den Gefäßzuflüssen der Hämorrhoiden ein Mittel, welches das Gewebe schrumpfen und verfestigen lässt (z.B. fünfprozentiges Phenolmandelöl).

Auch die sogenannte Gummibandligatur (Ligatur = Abbinden) kann bei Hämorrhoiden helfen. Bei dieser Behandlung schnürt der Arzt die Hämorrhoidalknoten mithilfe eines Gummibands ab. Die Knoten sterben innerhalb weniger Tage ab, sodass der Körper sie abstößt. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Infrarotkoagulation, bei der der Arzt die Hämorrhoidalknoten durch eine Infrarotsonde verödet.

Zeigen diese Verfahren der Behandlung keine Erfolge oder liegen Hämorrhoiden im weiter fortgeschrittenen Stadium vor, müssen die Knoten in der Regel operativ entfernt werden.






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