Hämophilie (Bluterkrankheit): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juni 2014)

Bei der Hämophilie (Bluterkrankheit) sind die Symptome – wie der Name schon sagt – häufig auftretende Blutungen. Die Blutungsneigung ist individuell unterschiedlich und hängt davon ab, wie groß die Menge an Gerinnungsfaktoren im Blut ist. Betroffene Menschen haben lebenslang ein hohes Blutungsrisiko. Die ersten Blutungen treten meist bereits im ersten Lebensjahr auf, wenn das Kind selbstständig aktiver wird. Bei manchen Kindern mit Hämophilie treten erste Symptome bereits vor der Geburt in Form von Nabelschnur-Blutungen auf.

Erste Anzeichen für Hämophilie sind häufig "blaue Flecken" (Hämatome). Selbst geringfügige Verletzungen können zu ausgedehnten Blutungen ins Gewebe und vor allem in die Gelenke führen, was sich hauptsächlich durch Schmerzen bemerkbar macht. Bei unzureichender Behandlung kann dies zu Verformungen führen.

Weniger gefährlich sind kleinere Schnitt- und Schürfwunden, da bei der Hämophilie die primäre Blutgerinnung (primäre Hämostase) nicht gestört ist und sich oberflächliche Wunden ebenso schnell verschließen wie bei Gesunden.

Eine Komplikation der Bluterkrankheit ist die Blutung im Bereich des Zungengrunds, des Halses und des Mundbodens, da sie die Atemwege lebensbedrohlich verengen kann. Eine solche Blutung erfordert eine rasche und intensive Therapie. Auch bei geringfügigen Kopfverletzungen sollten bereits vorbeugend die fehlenden Gerinnungsfaktoren gegeben werden, um eine Blutung innerhalb der Schädelhöhle zu verhindern.

Die Bluterkrankheit kommt in vier verschiedenen Formen vor:

  • Subhämophilie
  • leichte Hämophilie
  • mittelschwere Hämophilie
  • schwere Hämophilie

Menschen mit einer Subhämophilie haben in der Regel keine Beschwerden. Auch bei der leichten Hämophilie treten im Alltag nur wenige Symptome auf. Die Betroffenen haben selten spontane Blutungen. Bei schweren Verletzungen oder Operationen bluten die Wunden jedoch meist länger nach. Bei Personen mit einer mittelschweren Hämophilie können schon kleine Verletzungen starke Blutungen auslösen. Bei schweren Formen der Bluterkrankheit treten Blutungen auch ohne Ursache auf. In diesem Fall kommt es auch immer wieder zu Einblutungen in Gelenke und damit verbundene Schmerzen (Hämarthrose).


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