Hämophilie (Bluterkrankheit): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juni 2014)

Um bei einer Hämophilie (Bluterkrankheit) die richtige Diagnose zu stellen, fragt der Arzt nach Art und Dauer der Beschwerden. Wenn in der Familie schon Personen an Hämophilie erkrankt sind, ist die Diagnose wahrscheinlicher. Außerdem betrachtet er mögliche Verletzungen und blaue Flecken (Hämatome) und erkundigt sich, wie lange es dauert, bis Wunden verheilen. Dabei legt er besondere Aufmerksamkeit auf Blutergüsse in Gelenknähe sowie auf Blutungen in Muskeln.

Gerinnungsuntersuchungen

Bei der Hämophilie ist die Blutgerinnung gestört. Daher bestimmt der Arzt zur Diagnose der Bluterkrankheit die Gerinnungswerte und die Menge der Blutplättchen (Thrombozyten) in einer Blutprobe.

GerinnungsparameterReferenzbereich
Blutungszeit 2–6 Min.
Quick-Test, Thromboplastinzeit (TPZ) 70–125% (Der Quick-Wert schwankt leicht von Labor zu Labor)
INR (weiteres Maß der Thromboplastinzeit) um 1,0
Partielle Thromboplastinzeit (PTT) 20–35 Sek.
Plasmathrombinzeit 14–20 Sek.
Antithrombin III 70–120%
Fibrinspaltprodukte (D-Dimere) unter 0,5 µg/ml

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