Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Hämatom (Bluterguss)

Veröffentlicht von: Carolin Grob (28. Oktober 2013)

Ein Hämatom (Bluterguss) ensteht, wenn sich Blut im Körpergewebe ansammelt. Ursache dafür ist eine Verletzung von Blutgefäßen, etwa durch einen Stoß.

Je tiefer die Einblutung im Gewebe liegt, desto weniger ausgeprägt sind die äußerlich erkennbaren Anzeichen. Hämatome, die relativ nahe an der Hautoberfläche liegen, verfärben sich nach kurzer Zeit auf typische Weise – daher auch der umgangssprachliche Name "blauer Fleck". In einigen Fällen kann es jedoch einige Tage dauern, bis das Hämatom sichtbar wird.

Ein Hämatom ist meist nicht nur durch die typische Färbung zu erkennen: In vielen Fällen schwillt der betroffene Bereich an und schmerzt.

Besteht ein Hämatom über eine längere Zeit, kann sich eine bindegewebige Hülle um den Bluterguss bilden – Mediziner sprechen dann von einem sogenannten organisierten Hämatom.

Auch Ansammlungen von Blut in vorhandenen Körperhöhlen gelten als Hämatome. Diese bezeichnen Mediziner meist mit speziellen Namen, die den Ort der Blutansammlung angeben. Bei einem Hämarthros handelt es sich zum Beispiel um Blut in einem Gelenk und bei einem Hämatothorax sammelt sich Blut im Brustraum an.

Weiterhin unterscheidet man Hämatome nach ihrer Lage im Gewebe:

  • subkutaner Bluterguss: direkt unter der Haut
  • intramuskulärer Bluterguss: innerhalb des Muskelgewebes
  • periostealer Bluterguss: in der Knochenhaut

Auch im Kopfbereich können sich Hämatome bilden. Je nachdem, wo sich der Bluterguss genau befindet, unterscheiden Mediziner zum Beispiel ein subdurales Hämatom und ein epidurales Hämatom:

  • epidurales Hämatom: Bluterguss zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der Knochenhaut des Schädelknochens
  • subdurales Hämatom: Bluterguss zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der sogenannten "Spinnwebshaut" (Arachnoidea mater), einer Bindegewebsschicht, die die Gehirnfurchen und -windungen umgibt

Sehr große und sich schnell ausbreitende Hämatome sollten ärztlich versorgt werden, da hier die Möglichkeit besteht, dass eines der größeren Blutgefäße verletzt wurde. Unerkannt und unbehandelt können solche Gefäßeinrisse zu lebensbedrohlichen Schockzuständen durch den hohen Blutverlust führen.

Treten beim Hämatom starke oder lang anhaltende Schmerzen auf, sollten Begleitverletzungen oder Komplikationen wie Knochenbrüche, Gelenkverletzungen oder Infektionen ausgeschlossen werden.






Anzeige