Startseite > Krankheiten > Hämangiom (Blutschwamm) > Therapie
Stand: 9. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Hämangiom (Blutschwamm) können zur Therapie auch – ausschließlich oder zusätzlich – Medikamente zum Einsatz kommen. Eine medikamentöse Behandlung ist vor allem dann ratsam, wenn:
Zur medikamentösen Hämangiom-Therapie sind Kortikosteroide geeignet. Damit die Kortisonbehandlung gegen den Blutschwamm erfolgreich ist, muss sie mehrere Wochen dauern, wobei die Medikamente anfangs höher dosiert sind und die Dosis anschließend langsam sinkt. Die meisten Betroffenen sprechen auf die Kortikosteroide an; allerdings ist diese Behandlung mit Nebenwirkungen und Risiken verbunden (z.B. Bluthochdruck, Überzuckerung oder Magen-Darm-Probleme).
Bei einem komplizierten Hämangiom stellt der Betablocker Propranolol eine mögliche Alternative zu Kortikosteroiden dar: Eine Therapie mit Propranolol kommt zum Beispiel infrage, wenn ein Blutschwamm zu tieferen Hautschädigungen führt, mit erschwerter Atemtätigkeit einhergeht oder sich negativ auf den Blutfluss auswirkt. Nebenwirkungen (z.B. verlangsamter Herzschlag, zu niedriger Blutdruck, verminderte Herzleistung oder Verkrampfung der bronchienumspannenden Muskulatur) scheinen bei einer langsam bis zur Zieldosis gesteigerten Dosierung seltener zu sein als bei der Kortisonbehandlung.
Als letztes Mittel gegen den Blutschwamm kommt der Einsatz von Zytostatika infrage, wenn sich das Hämangiom trotz Therapie mit Kortison und Propranolol immer schneller entwickelt.
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