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Hämangiom (Blutschwamm): Therapie

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (19. Februar 2014)

Bei einem kleinen Hämangiom (Blutschwämmchen) ist in der Regel keine Therapie erforderlich: Meistens bildet sich ein Blutschwamm von selbst zurück.

Allerdings kann niemand vorhersagen, wie stark ein Hämangiom wächst und ob es wirklich ohne Therapie verschwindet. Darum ist es unter bestimmten Umständen grundsätzlich sinnvoll, ein Blutschwämmchen frühzeitig zu behandeln, sobald es wächst – dies gilt:

  • für einen Blutschwamm im Gesicht (v.a. im Bereich der Augen, Lippe und Nase),
  • im Genitalbereich,
  • an Hand oder Fuß sowie
  • an der Streckseite eines großen Gelenks.

Zur Hämangiom-Therapie stehen verschiedene örtlich wirkende Methoden zur Verfügung: Sie können das Blutschwämmchen zum Beispiel durch Lasern entfernen lassen. Wegen der hiermit verbundenen Schmerzen findet die Laserbehandlung in Narkose statt. Die Lasertherapie kann auch zum Einsatz kommen, um einen sehr großen Blutschwamm zu verkleinern und anschließend operativ zu entfernen. Darüber hinaus ist es auch möglich, Hämangiome an tieferen Stellen oder in inneren Organen (unter Ultraschall- oder MRT-Kontrolle) mit dem Laser zu behandeln.

Eine weitere Möglichkeit, ein oberflächliches, flaches Blutschwämmchen zu entfernen, ist die Kälteanwendung zu therapeutischen Zwecken (sog. Kryotherapie). Ist die zu behandelnde Hautstelle klein, kann man auf eine Betäubung verzichten. Bei einem großflächigeren Hämangiom kann die Therapie jedoch schmerzhaft sein (weshalb eine Betäubung sinnvoll ist) und Narben verursachen.

Auf eine Operation sollte man möglichst verzichten. Operationen kommen bei einem Hämangiom nur vereinzelt zur Therapie infrage, zum Beispiel wenn eine nicht-operative Behandlung keinen Erfolg verspricht oder wenn ein schnell wachsendes Blutschwämmchen am Auge dessen Funktion zu beeinträchtigen droht. Hingegen kann bei einem Blutschwamm auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein.






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