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Hämangiom (Blutschwämmchen): Hämangiomatose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. April 2015)

Wenn nicht nur ein einzelnes Hämangiom (Blutschwämmchen), sondern mehrere (multiple) Hämangiome gleichzeitig vorliegen, bezeichnet man dies als Hämangiomatose. Eine Hämangiomatose entsteht wahrscheinlich infolge einer embryonalen Fehlbildung und ist mit anderen Missbildungen Bestandteil einer Systemerkrankung. Zu solchen seltenen Erkrankungen gehören:

  • Sturge-Weber-Syndrom: Es ist gekennzeichnet durch Blutschwämmchen der weichen Hirnhäute und des Gesichts sowie durch gleichzeitig vorliegende Veränderungen der Augen.
  • Hippel-Lindau-Syndrom: Hierbei zeigen sich typische Blutschwämmchen der Netzhaut und des Kleinhirns sowie eventuell blasenartige Veränderungen innerer Organe.
  • Klippel-Trenaunay-Syndrom: Hier treten – meist an Armen oder Beinen – mehrere Blutschwämme auf, die sehr groß sein können.

Häufigkeit

Das Hämangiom (Blutschwämmchen) ist der mit größter Häufigkeit auftretende gutartige Tumor beim Baby und im frühen Kindesalter, wobei Mädchen öfter betroffen sind. Mehr als die Hälfte aller Blutschwämmchen befinden sich im Kopf- und Halsbereich.

Knapp jedes dritte Hämangiom ist angeboren; die übrigen Blutschwämmchen entwickeln sich in den ersten vier Lebenswochen. Das bedeutet in Zahlen: Bis zu 3 Prozent aller Kinder haben bereits von Geburt an einen Blutschwamm; später zeigt etwa jedes 10. Baby eine derartige Veränderung. Bei Frühgeburten tritt das Hämangiom noch häufiger auf: 22 Prozent der Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter einem Kilogramm sind betroffen.



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