Hackenfuß: Konservative und operative Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. März 2016)

Grundsätzlich richtet sich die Therapie bei einem Hackenfuß nach der jeweiligen Ursache.

Ein angeborener, durch den engen Raum im Mutterleib verursachter Hackenfuß beim neugeborenen Baby bildet sich häufig innerhalb weniger Tage ohne Behandlung von selbst zurück (sog. Spontankorrektur). In allen anderen Fällen macht die Fußfehlstellung therapeutische Maßnahmen notwendig.

Ein angeborener Hackenfuß (Pes calcaneus congenitus), der nicht ohne Therapie verschwindet, ist meist einfach zu behandeln: Die Fußfehlstellung kann man bei Kindern oft durch eine manuelle Korrektur (sog. Redressionstherapie) beheben, deren Ziel darin besteht, die Muskulatur des Fußes und Unterschenkels zu dehnen.

Diese Behandlung können Sie bei Ihrem Baby in der Regel selbst ausführen: Streben Sie dabei über einen längeren Zeitraum passiv (mit speziellen Handgriffen) die normale Stellung des Fußes langsam an. Ist das betroffene Kind alt genug, kann es auch aktiv immer wieder versuchen, den Hackenfuß in die normale Stellung zu bringen.

Alternativ kommen bei einem Hackenfuß Gipsverbände oder Schienen – teilweise nur in der Nacht – zur Korrektur infrage. Wenn durch diese Therapie eine Normalstellung erreichbar ist, schließt sich eine krankengymnastische Behandlung an, um die Fuß- und Zehenbeuger zu stärken.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann – besonders bei unfallbedingtem Hackenfuß – zur Therapie eine Operation notwendig sein. Die operative Behandlung kann zum Beispiel darin bestehen, die Achillessehne zu verkürzen sowie die drei Gelenke im unteren Sprunggelenk zu versteifen (sog. Triple-Arthrodese).

Wenn es nicht gelingt, den Hackenfuß mit den genannten Therapien ausreichend zu korrigieren, ist es notwendig, dass Sie orthopädische Schuhe mit Einlagen tragen, um die Ferse zu entlasten.


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