Hackenfuß: Symptome und typische Beschwerden

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. März 2016)

Ein Hackenfuß ist anhand seiner Symptome meist deutlich zu erkennen: Der von der Fehlstellung betroffene Fuß ist typischerweise nach oben geknickt, wobei die Fußsohle oft nach außen gedreht ist. Die Ferse steht beim Hackenfuß somit steil nach unten und der Fuß ist deutlich überdehnt. Teilweise ist diese Fehlstellung so stark ausgeprägt, dass man den Fußrücken mit dem Unterschenkel in Kontakt bringen kann.

Das Ergebnis ist eine Fersenstellung: Wer Hackenfüße hat, steht und läuft überwiegend auf den Fersen, wobei der Vorfuß kaum den Boden berührt – ein Zehenstand ist gar nicht möglich.

Damit bildet der Hackenfuß das Gegenstück zu der als Spitzfuß bezeichneten Fußfehlstellung, bei der die Betroffenen entweder auf den Zehenspitzen stehen und gehen oder den Fuß mit der gesamten Fußsohle aufsetzen, wobei sie als Ausgleich ihr Knie überstrecken müssen.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann ein Hackenfuß unterschiedliche Beschwerden verursachen, da der typische Stellungsfehler des Fußes mit einer Überbelastung der Ferse beim Stehen und Gehen einhergeht: Zu den häufigen Beschwerden gehören Schmerzen und Stellen am Fuß, an denen Gewebe durch den Druck abstirbt (sog. Drucknekrosen).

Infolge der Fersenfehlstellung können die Betroffenen den Fuß nur eingeschränkt strecken. Durch die Fehlstellung ist der Gang beeinträchtigt, es entsteht eine Beugestellung von Knie- und Hüftgelenk mit nachfolgender Beckenkippung und vermehrtem Hohlkreuz. Diese durch den Hackenfuß verursachte Haltung des Körpers führt mit der Zeit zu Beschwerden im gesamten Skelettsystem.

Wenn die Fußfehlstellung angeboren ist, lernt das betroffene Kleinkind in der Regel verspätet zu laufen.


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