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Haarausfall durch Stress

Ursachen

Stand: 6. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Eine mögliche Ursache für Haarausfall durch Stress liegt in der Tatsache, dass Haarfollikel durch Stresshormone nachteilig beeinflusst werden. Um jeden Haarfollikel liegt ein dichtes Netz von Nervenfasern. In diesem Netz wirken verschiedene Botenstoffe, wie beispielsweise das Neuropeptid Substanz P oder der Neurotransmitter Noradrenalin. Die Anzahl der Nervenfasern ist nicht stabil, sondern schwankt im Laufe des Zyklus jedes einzelnen Haars. Diese Schwankungen haben einen direkten Einfluss auf das zyklische Haarwachstum. Ebenso reguliert das Neurotrophin NGF (Nerve Growth Factor, Nervenwachstumsfaktor) indirekt das Wachstum der Haare.

Stress erhöht die Konzentration der entscheidenden Botenstoffe und somit die Zahl der Nervenfasern an den Haarfollikeln. Geschieht dies in der Zeit, in der die Haare aus der Wachstumsphase in die Übergangsphase eintreten, kommt es über eine Abfolge von molekularen Ereignissen zu einer Entzündungsreaktion am Haarfollikel. Schließlich stoppt das Haarwachstum vorzeitig. Mit der Hilfe eines Arztes lässt sich klären, ob möglicherweise andere Ursachen für den Haarausfall außer Stress infrage kommen.

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