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Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen

Stand: 20. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie, anlagebedingter Haarausfall) ist bei Frauen die häufigste Form des Haarverlusts. Laut Statistik neigt etwa jede fünfte Frau dazu. Erblich bedingter Haarausfall verläuft bei beiden Geschlechtern sehr unterschiedlich: Während sich bei Männern zunächst die sogenannten Geheimratsecken bilden und sich später auch das Haar von der Stirn bis zum Hinterkopf lichtet, dünnt bei Frauen das Haar entlang des Scheitels aus, sodass die Kopfhaut durchschimmert. Bei Frauen bildet sich sehr selten eine komplette Glatze.

Haarausfall bei Frauen
Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen: unterschiedliche Schweregrade

Der weibliche Haarausfall kann besonders belastend sein, da er weit weniger gesellschaftlich akzeptiert ist als der männliche. Darüber hinaus deckt er sich nicht mit den gängigen Schönheitsidealen.

Grund für den erblich bedingten Haarausfall ist genau wie bei Männern eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron beziehungsweise seinem Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Beide Hormone finden sich auch im weiblichen Körper. DHT ist in der Lage, die Haarwurzel zu schädigen und die Wachstumsphase der Haare zu verkürzen. In der Folge werden die Haare kürzer und dünner; an betroffenen Stellen verbleibt nur noch ein weicher Flaum aus feinen, kurzen, schwach pigmentierten Haaren.

Erblich bedingter Haarausfall heißt auch erblich-hormonell bedingter Haarausfall oder Alopecia androgenetica. Er verläuft bei Frauen meist in Schüben, unterbrochen von Ruhephasen. Der Haarausfall schreitet in der Regel nur mäßig schnell voran. Dabei nimmt die Zahl der ausfallenden Haare mit steigendem Alter zu, allerdings entwickelt etwa ein Drittel bis die Hälfte der betroffenen Frauen schon im Alter von 20 bis 30 Jahren einen deutlich sichtbaren Haarverlust.

Vielfach setzt der Haarausfall aber erst nach den Wechseljahren ein. Schuld ist häufig nicht etwa ein ansteigender Testosteronspiegel der Frau, sondern die Tatsache, dass sich das Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen zugunsten der männlichen Geschlechtshormone verschiebt.

Neben dem Haarausfall treten häufig auch Symptome wie Hautunreinheiten und ein gesteigerter Talgabfluss auf.

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