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Forenexpertin: Jenny Latz
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HaarausfallAndrogenetische AlopezieStand: 26. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Es gibt nur sehr wenige Wirkstoffe, die tatsächlich in der Lage sind, bei anlagebedingtem Haarausfall (erblich bedingter Haarausfall) zu helfen. Daher gilt: Achten Sie darauf beziehungsweise fragen Sie nach, ob die angebotenen Produkte (etwa in Drogerien oder Apotheken) eine wissenschaftlich erwiesene, am Menschen bestätigte Wirkung haben. Andernfalls nutzen sie dem Anbieter wohl mehr als dem Betroffenen. Therapie bei MännernAls Erfolg versprechend haben sich die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil herausgestellt. Finasterid hemmt die Umwandlung von Testosteron in das stärker auf die Haarfollikel wirkende Dihydrotestosteron (DHT). Die DHT-Konzentration im Blut kann auf diese Weise um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Diese Therapieform ist ausschließlich für Männer geeignet – Kinder, Jugendliche und Frauen dürfen Finasterid nicht einnehmen. Da der Wirkstoff in den gesamten Hormonstoffwechsel eingreift, können Nebenwirkungen wie Potenzstörungen auftreten. Wie Minoxidil im Detail auf das Haarwachstum wirkt, ist noch weitgehend ungeklärt. Forscher vermuten, dass Minoxidil die Haarwurzeln stimuliert. Finasterid und Minoxidil vermögen den Haarausfall bei neun von zehn Männern zu stoppen – bei jedem zweiten verdichten sich die Haare sogar sichtbar. Trotz allem fällt es Fachleuten schwer, für den Einzelfall vorherzusagen, wie gut die Behandlung anschlagen wird. Ein weiterer Wirkstoff, der wahrscheinlich die Umwandlung von Testosteron in DHT hemmt, ist Alfatradiol (17-alpha-Estradiol). Er kommt als Lösung zum Einsatz (topische Therapie). Nachgewiesen ist, dass Alfatradiol den Anteil der Haare in der Wachstumsphase erhöht, den Anteil der Haare in der Ruhephase dagegen senkt. Diese Beobachtungen gelten als Indiz dafür, dass Alfatradiol das Fortschreiten des Haarausfalls verzögern kann. Erneutes Haarwachstum oder eine Verdickung der Haare vermag Alfatradiol nach derzeitigem Stand nicht zu bewirken. Alfatradiol hat kaum Nebenwirkungen. Generell hängt ein Behandlungserfolg bei erblich bedingtem Haarausfall maßgeblich vom Stadium des Haarausfalls ab. Wichtig sind der frühzeitige Beginn und die fortlaufende Behandlung. Da bei erblich bedingtem Haarausfall die Haarwurzeln ohne Therapie verkümmern, ist es nahezu unmöglich, das Wachstum zu reaktivieren, wenn bereits eine kahle Stelle ausgebildet ist. Wer kahle Stellen oder eine Glatze als besonders belastend empfindet, kann eine Haartransplantation erwägen oder ein Toupet oder eine Perücke tragen. Therapie bei FrauenIn mehreren Studien zeigte eine 2%ige Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil positive Effekte: Bei den meisten Frauen stoppte der Haarausfall, bei etwa jeder zweiten nahm die Haardichte durch die Behandlung wieder zu. Die Verwendung von Minoxidil gilt als Therapie der Wahl. Minoxidil kann nach Beginn der Therapie zu einem Effekt führen, der viele Frauen stark verunsichert: Etwa nach vier bis acht Wochen kann ein vorübergehender verstärkter Haarverlust auftreten, von Experten als Shedding bezeichnet. Entgegen der Befürchtungen ist dieser Effekt aber ein Hinweis darauf, dass die Therapie gut wirkt. Eine weitere Besonderheit einer Minoxidil-Therapie besteht darin, dass Frauen dunklen Typs (z.B. manche Südeuropäerinnen) während der Behandlung der Kopfhaut mit Minoxidil-Lösung im Gesicht und auf der Stirn mit verstärktem Haarwuchs reagieren. Außer Minoxidil kommen auf der Kopfhaut Wirkstofflösungen zum Einsatz, die die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) hemmen sollen. Hierzu zählen 17-alpha-Estradiol (Alfatradiol) und 17-ß-Estradiol. Es gibt Hinweise, dass Alfatradiol den Anteil der Haare in der Wachstumsphase erhöht und somit das Fortschreiten des Haarausfalls verzögert. Erneutes Haarwachstum oder eine Verdickung der Haare vermag Alfatradiol nach derzeitigem Stand nicht zu bewirken. Es hat kaum Nebenwirkungen. Besteht bei Frauen eine stark ausgeprägte und frühzeitig einsetzende androgenetische Alopezie, empfiehlt sich eine Therapie mit Hormonpräparaten in Tablettenform. Weiterlesen: Haarausfall: Therapie – Kreisrunder Haarausfall Das könnte Sie auch interessieren
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