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Haarausfall: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. März 2016)

Haarausfall liegt dann vor, wenn pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen. Dieser übermäßige Ausfall von Kopfhaaren heißt in der Fachsprache Effluvium capillorum. Fallen so viele Haare aus, dass die Haare sichtbar ausgedünnt sind oder kahle Stellen bestehen, nennen Ärzte dies Alopezie.

Die medizinische Fachrichtung, die sich am intensivsten mit Ursachen und Therapie des Haarausfalls beschäftigt, ist die Dermatologie, also die Lehre der Hautkrankheiten. Haare sind Anhangsgebilde der Haut und zählen daher zu diesem Gebiet.

Die Grenze zwischen natürlichem und therapiebedürftigem Haarausfall verläuft fließend. Ein gewisses Maß an Haarverlust ist völlig normal, da sich das einzelne Haar ständig erneuert. Dabei durchläuft die "Produktionsstätte" eines Haares, der Haarfollikel mit seiner Haarwurzel, einen Zyklus aus drei Phasen:

  • Wachstumsphase (Anagenphase)
  • Übergangsphase (Katagenphase)
  • Ruhephase (Telogenphase); nach dieser Phase fällt das Haar aus

In der Anagenphase wird das Haar über die Wurzel mit Nährstoffen versorgt und wächst. Dieser Teil des Zyklus dauert bei Gesunden mehrere Jahre – während der Wachstumsphase sind die Zellen besonders anfällig für Störungen. Tritt eine solche auf, endet die Anagenphase meist frühzeitig.

Man sieht einen Kamm und Haare. © Jupiterimages/Pixland

Ob tatsächlich Haarausfall besteht, ist nicht immer leicht abzuschätzen.

In der nur etwa zwei Wochen langen Katagenphase stoppt die Versorgung des Haars, die Zellen teilen sich nicht mehr. Schließlich tritt das Haar in der Telogenphase in eine Ruhepause, die etwa zwei bis vier Monate dauert. An ihrem Ende fällt das Haar aus und ein neuer Zyklus beginnt. Ist dieser Kreislauf gestört, kann es zu Haarausfall kommen.

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