Startseite > Krankheiten > Gutartige Knochentumoren
Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter Knochentumoren versteht man alle in knöchernen Geweben vorkommenden Geschwulste. Dabei werden gut- und bösartige Knochentumoren unterschieden.
Gutartige (benigne) Knochentumoren kommen häufiger vor als bösartige (maligne). Die Einteilung der gutartigen Knochentumoren erfolgt nach der Art des Ursprungsgewebes. Dementsprechend teilen Mediziner die Tumoren danach ein, ob sie vom Knochen, Knochenmark oder vom Knorpel ausgehen. So bezeichnet man beispielsweise einen gutartigen Tumor mit seinem Ursprung im Knochengewebe als Osteom und eine Geschwulst mit Knorpel als Muttergewebe als Chondrom. Weichteiltumoren leiten sich von Muskeln, Bindegewebe, Gefäßen, Fett- oder Nervengewebe ab und wachsen daher häufig in unmittelbarer Nähe zum Knochen.
Die Ursachen für Knochentumoren sind bisher nicht genau geklärt. Einige werden jedoch vererbt, was auf die Bedeutung genetischer Faktoren hinweist. Zu den wichtigsten Symptomen von gutartigen Knochentumoren gehören Verformungen von Knochen und Gelenken, Druckschäden an Nerven und Blutgefäßen sowie Schmerzen. Aus diesem Beschwerdebild ergeben sich die ersten Hinweise zur Diagnose. Funktions- und Schmerztests, wie ein Belastungstest, oder die Beurteilung der Durchblutung können die Diagnose unterstützen. Endgültig zeigt ein Röntgenbild die typischen Veränderungen durch einen Knochentumor. Herrschen Zweifel darüber, ob es sich um gut- oder bösartige Tumoren handelt, sind zusätzliche Untersuchungen notwendig wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt außerdem eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen lassen (Biopsie).
Die Behandlung besteht bei gutartigen Knochentumoren vorwiegend in einer operativen Entfernung. Bei sehr langsam wachsenden Tumoren, die wenige Beschwerden verursachen und nicht die Gefahr eines Knochenbruchs bergen, kann man abwarten und den Verlauf beobachten. Nur in seltenen Fällen tritt der Tumor erneut auf.
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