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Gürtelrose (Herpes zoster)
Gürtelrose (Herpes zoster)AnsteckungStand: 23. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Gürtelrose (Herpes zoster) ist – anders als Windpocken – wenig ansteckend: Die einzig möglichen Ursachen für eine Ansteckung mit den Erregern (den Varicella-Zoster-Viren o. Varizellen) sind sogenannte Schmierinfektionen, bei denen eine Übertragung des virenhaltigen Bläscheninhalts stattfindet. Dieser virenhaltige Bläscheninhalt kann aber nur die Menschen krank machen, die die Viren noch nicht in sich tragen – also noch keine Windpocken hatten. Eine solche erste Ansteckung mit Varizellen führt dann nie zu einer Gürtelrose, auch wenn die Erreger aus Gürtelrosen-Bläschen stammen: Die so infizierten Menschen entwickeln stattdessen Windpocken. Für Menschen, die bereits die Windpocken hatten, bedeutet ein Herpes zoster keine Ansteckungsgefahr. Auch eine Gürtelrose der Frau während der Schwangerschaft stellt kein Risiko für das ungeborene Kind dar. Wenn jedoch Varizellen aus den Bläschen einer Gürtelrose auf eine Schwangere gelangen, die nicht gegen die Viren immun ist (weil sie nicht geimpft ist und noch keine Windpocken-Infektion durchgemacht hat), kann dies ein Problem für das Ungeborene sein. Ursache hierfür ist, dass die werdende Mutter – wenn sie dadurch eine Windpocken-Infektion entwickelt – in seltenen Fällen ihr ungeborenes Kind über die Plazenta anstecken kann. Auch eine Windpocken-Infektion der Mutter kurz vor oder nach der Geburt ist ein schwerwiegendes Gesundheitsrisiko für das Neugeborene. Deshalb vermeiden Menschen mit Herpes zoster besser einen engen Kontakt zu schwangeren Frauen, um keine Ansteckung zu riskieren. Sobald die Bläschen verkrustet sind, geht von der Gürtelrose jedoch keine Ansteckungsgefahr mehr aus. InkubationszeitEine Gürtelrose hat ihre Ursachen nicht in einer neuen Infektion mit von außen stammenden Erregern, sondern entsteht durch Reaktivierung der schon im Körper "schlummernden" Varizellen. Daher ist es bei Herpes zoster auch nicht möglich, eine Inkubationszeit (d.h. eine Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit) anzugeben. Wer sich allerdings bei einem Menschen mit Gürtelrose oder Windpocken zum ersten Mal mit Varizellen infiziert, entwickelt in der Regel nach 14 bis 16 Tagen Windpocken. Die Inkubationszeit kann aber auch nur 8 Tage oder bis zu 28 Tage dauern. Weiterlesen: Gürtelrose (Herpes zoster): Symptome Das könnte Sie auch interessieren
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