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Gürtelrose (Herpes zoster): Ansteckung

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (16. Juli 2013)

Zwar hat Gürtelrose (Herpes zoster) als Ursachen dieselben Viren wie Windpocken. Bei Gürtelrose ist das Risiko einer Ansteckung aber geringer:

Anders als bei Windpocken, bei denen die Ansteckung auch durch Tröpfcheninfektion (z.B. durch Husten oder Niesen) geschieht, ist Gürtelrose nur ansteckend, wenn es zu direktem Kontakt mit dem Inhalt eines Bläschens kommt (sog. Schmierinfektion).

Allerdings kann der virenhaltige Bläscheninhalt bei Gürtelrose nur die Menschen krank machen, die sich vorher noch nie mit Varicella-Zoster-Viren (bzw. Varizellen) angesteckt haben, also noch keine Windpocken hatten.

Außerdem verursacht eine solche erste Infektion mit Varizellen keine Gürtelrose – auch wenn die Ansteckung durch Herpes-zoster-Bläschen geschieht: Die so infizierten Menschen entwickeln stattdessen Windpocken.

Wer bereits die Windpocken hatte, muss also auch bei engem Kontakt zu Menschen mit Gürtelrose keine Ansteckung befürchten.

Auch eine Gürtelrose der Frau während der Schwangerschaft stellt kein Risiko für das ungeborene Kind dar. Wenn jedoch die Schwangere nicht immun gegen Varizellen ist (weil sie nicht geimpft ist und noch keine Windpocken-Infektion durchgemacht hat) und eine Kontaktperson eine Gürtelrose hat, kann dies die Ursache für Komplikationen beim Kind sein: Bei einer Ansteckung durch Herpes-zoster-Bläschen entwickelt die werdende Mutter Windpocken und kann dann wiederum in seltenen Fällen ihr ungeborenes Kind über die Plazenta anstecken. Besonders eine Windpocken-Infektion der Mutter kurz vor oder nach der Geburt stellt ein Gesundheitsrisiko für das Neugeborene dar.

Deshalb vermeiden Menschen mit Herpes zoster besser einen engen Kontakt zu schwangeren Frauen, um keine Ansteckung zu riskieren. Sobald die Bläschen verkrustet sind, geht jedoch von der Gürtelrose keine Ansteckungsgefahr mehr aus.

Inkubationszeit

Eine Gürtelrose entsteht nicht durch eine neue Infektion mit von außen stammenden Erregern. Stattdessen entsteht der Herpes zoster durch Reaktivierung von schon im Körper "schlummernden" Varizellen.

Daher lässt sich für eine Gürtelrose keine Inkubationszeit, das heißt die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, angeben.

Wer sich allerdings bei einem Menschen mit Gürtelrose oder Windpocken zum ersten Mal mit Varizellen infiziert, entwickelt in der Regel nach 14 bis 16 Tagen Windpocken. Die Inkubationszeit kann aber auch nur 8 Tage oder bis zu 28 Tage dauern.






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