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Gürtelrose (Herpes zoster)

Gürtelrose (Herpes zoster): Symptome

Stand: 23. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bevor sich die für eine Gürtelrose (Herpes zoster) typischen Symptome entwickeln, kommt es zunächst zu wenig kennzeichnenden Beschwerden. Es vergehen ein paar Tage, bis sich die Reaktivierung der nach einer durchgemachten Windpocken-Infektion in den Nervenbahnen "schlummernden" Erreger (der Varicella-Zoster-Viren) deutlich bemerkbar macht.

  • Erstes Anzeichen einer Gürtelrose ist ein allgemeines Krankheitsgefühl. Die Betroffenen fühlen sich im Anfangsstadium des Herpes zoster müde und haben leichtes Fieber.
  • Nach zwei bis drei Tagen treten teils heftige, brennende Schmerzen und Empfindungsstörungen in dem Körperbereich auf, den der infizierte Nerv versorgt.
  • Bald darauf treten in der Regel die für eine Gürtelrose kennzeichnenden Symptome auf: Die Varicella-Zoster-Viren lösen nach ihrer Reaktivierung einen (oft gürtelförmigen) Hautausschlag aus. Dabei schwillt die Haut in diesem Gebiet zunächst rötlich an und es bilden sich Knötchen, die gruppenförmig angeordnet sind. Im weiteren Verlauf wandeln sie sich in stecknadelkopfgroße bis erbsengroße Bläschen um. Diese Bläschen können eine wässrige oder blutige Flüssigkeit enthalten.

Anders als bei den Windpocken, bei denen der gesamte Körper vom Hautauschlag befallen ist, sind diese Symptome bei der Gürtelrose örtlich begrenzt: Der Ausschlag zeigt sich nur auf einer Körperseite und nur in dem Gebiet, das der betroffene Rückenmarks- oder Hirnnerv versorgt. Nur gelegentlich fehlen diese Hautveränderungen. Eine solchen Herpes zoster ohne Bläschenausschlag bezeichnen Mediziner als Zoster sine herpete.

In der Regel bildet sich eine Gürtelrose auf der Brust- und Bauchhaut: Meist beginnt der Hautausschlag an der Wirbelsäule und breitet sich dann gürtelförmig um den Körper aus. Zeigen sich die Symptome der Gürtelrose am Rumpf, können zusätzlich Lähmungen auftreten. Diese Form von Herpes zoster ist jedoch eher selten.

Eine Gürtelrose kann auch im Gesicht auftreten – dann befinden sich die ursächlichen Varicella-Zoster-Viren in den Hirnnerven. Besonders häufig ist der Gesichtsnerv (Nervus trigeminus) befallen: Dann entwickeln sich Symptome einer Gürtelrose an Auge, Nase, Stirn und behaarter Kopfhaut einer Gesichtshälfte (sog. Zoster ophthalmicus). Wenn sich an der Hornhaut oder der Regenbogenhaut des Auges ein Geschwür bildet, kann es zu bleibenden Schäden bis hin zur Erblindung kommen.

Ein Herpes zoster im Bereich des Ohrs (sog. Zoster oticus) führt bei bis zu 60 Prozent der Betroffenen zu einer Gesichtslähmung (sog. Fazialisparese), die sich in manchen Fällen vollständig zurückbildet. Symptome einer Lähmung der Gesichtsmuskulatur können auch bei einer Gürtelrose am Hals auftreten. Weitere mögliche von Gürtelrose betroffenen Bereiche sind der Kiefer (sog. Zoster maxillaris) und die Genitalien (sog. Zoster genitalis).

Weiterlesen: Gürtelrose (Herpes zoster): Diagnose

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