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Gürtelrose (Herpes zoster): Symptome

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (13. Dezember 2016)

Anfangs löst Gürtelrose (Herpes zoster) eher allgemeine Symptome aus, die wenig charakteristisch sind. Die typischen Merkmale der Erkrankung zeigen sich erst ein einige Tage später. Das liegt vor allem daran, dass es ein paar Tage dauert, bis sich die Reaktivierung der ursächlichen Varicella-Zoster-Viren deutlich bemerkbar macht.

  • Erstes Anzeichen von Gürtelrose ist ein allgemeines Krankheitsgefühl. Im Anfangsstadium des Herpes zoster fühlen sich die Betroffenen müde und haben leichtes Fieber.
  • Nach zwei bis drei Tagen treten teils heftige, brennende Schmerzen und Empfindungsstörungen in dem Körperbereich auf, den der infizierte Nerv versorgt.
  • Bald darauf treten in der Regel die für eine Gürtelrose kennzeichnenden Symptome auf: Die Varicella-Zoster-Viren lösen nach ihrer Reaktivierung einen (oft gürtelförmigen) Hautausschlag aus. Dabei schwillt die Haut in diesem Gebiet zunächst rötlich an und es bilden sich Knötchen, die gruppenförmig angeordnet sind. Im weiteren Verlauf wandeln sie sich in stecknadelkopfgroße bis erbsengroße Bläschen um. Diese Bläschen können eine wässrige oder blutige Flüssigkeit enthalten.

Anders als bei Windpocken, bei denen der gesamte Körper vom Hautauschlag befallen ist, sind die Symptome der Gürtelrose örtlich begrenzt: Der Bläschenausschlag zeigt sich nur auf einer Körperseite und nur in dem Gebiet, das der betroffene Rückenmarks- oder Hirnnerv versorgt. Gelegentlich fehlen diese Hautveränderungen allerdings: Einen solchen Herpes zoster ohne Ausschlag bezeichnen Mediziner als Zoster sine herpete.

Man sieht den Ausschlag einer Gürtelrose bei einem Mann. © Okapia

Der Ausschlag breitet sich gürtelförmig aus – daher der Name Gürtelrose. (© Leonard Lessin/Science Source/OKAPIA)

In der Regel ist die Brust- und Bauchhaut von Gürtelrose betroffen: Die Symptome bilden sich zunächst meist an der Wirbelsäule und breiten sich dann gürtelförmig um den Körper aus. Bei einem Herpes zoster am Rumpf können zusätzlich Lähmungen auftreten – diese Erkrankungsform ist jedoch eher selten. Bildet sich der Hausausschlag an den Genitalien, sprechen Mediziner vom Zoster genitalis.

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Gürtelrose im Gesicht

Wenn sich Varicella-Zoster-Viren in den Hirnnerven befinden, kann eine Gürtelrose auch im Gesicht entstehen. Besonders häufig ist der Gesichtsnerv (Nervus trigeminus) befallen: Dann betreffen die Symptome des Herpes zoster Auge, Nase, Stirn und behaarte Kopfhaut einer Gesichtshälfte (sog. Zoster ophthalmicus). Bildet sich an der Hornhaut oder der Regenbogenhaut des Auges ein Geschwür, kann es zu bleibenden Schäden bis hin zur Erblindung kommen.

Das Bild zeigt eine Gürtelrose im Gesicht eines älteren Mannes. © Okapia

Eine Gürtelrose kann auch im Gesicht auftreten. (© Science Source/OKAPIA)

Hingegen führt ein Herpes zoster im Bereich des Ohrs (sog. Zoster oticus) bei bis zu 60 Prozent der Betroffenen zu einer Gesichtslähmung (sog. Fazialisparese), die sich jedoch in manchen Fällen vollständig zurückbildet. Auch wenn sich eine Gürtelrose am Hals  bildet, können im Gesicht Symptome einer Muskellähmung auftreten. Der Kiefer kann ebenfalls von einer Gürtelrose betroffen sein (sog. Zoster maxillaris).

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